Das erste Buch Mose, Kapitel 2: Die Geschichte der Schöpfung mit Erklärungen
1. So wurden der Himmel und die Erde und ihr ganzes Heer vollendet.
Vers: Der Mensch, der geistig geworden ist, vervollkommnet sich weiter und strebt nach dem höchsten Gut.
Begründung: "Himmel und Erde" symbolisieren die innere und äußere Natur des Menschen, die geistige Harmonie erreicht haben. "Die Vollendung des gesamten Werkes" bedeutet das Erreichen innerer Vollkommenheit.
2. Und Gott hatte am siebten Tag sein Werk vollendet, das er gemacht hatte, und er ruhte am siebten Tag von all seinem Werk, das er gemacht hatte.
Vers: Wenn der Mensch das höchste Gut erreicht, endet sein innerer Kampf, und er tritt in einen Zustand geistigen Friedens ein.
Begründung: "Der siebte Tag" symbolisiert einen Zustand geistigen Friedens, in dem der innere Kampf beendet ist. "Gottes Ruhe" spiegelt das Erreichen von Harmonie und Vollkommenheit wider.
3. Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von all seinem Werk, das Gott geschaffen und gemacht hatte.
Vers: Dieser Zustand geistigen Friedens ist heilig, denn er kommt von der höchsten Kraft und schenkt dem Menschen wahren Frieden.
Begründung: "Die Segnung und Heiligung des siebten Tages" symbolisieren die Heiligkeit des Zustands geistigen Friedens und seine Bedeutung im menschlichen Leben.
4. Dies ist die Geschichte des Himmels und der Erde, als sie geschaffen wurden, an dem Tag, als Gott der Herr Erde und Himmel machte,
Vers: So formt und entwickelt sich der Mensch, wenn er nach dem höchsten Gut und geistigem Frieden strebt.
Begründung: "Der Ursprung von Himmel und Erde" symbolisiert den Prozess des geistigen Wachstums und der Entwicklung des Menschen.
5. und all die Pflanzen des Feldes noch nicht auf der Erde waren und all das Kraut des Feldes noch nicht wuchs; denn Gott der Herr hatte es noch nicht auf die Erde regnen lassen und kein Mensch war da, um den Boden zu bebauen.
Vers: Die äußere Natur des Menschen ist am Anfang unbewusst und unfruchtbar.
Begründung: "Der Strauch und das Gras" symbolisieren die Unvollkommenheiten der äußeren Natur des Menschen und den Mangel an geistiger Güte.
6. Aber ein Nebel stieg aus der Erde auf und befeuchtete die ganze Oberfläche des Bodens.
Vers: Aus der inneren Natur des Menschen steigt eine geistige Kraft auf, die seine äußere Natur reinigt und belebt.
Begründung: "Der Nebel" symbolisiert die geistige Kraft, die aus dem Inneren des Menschen aufsteigt und seine äußere Natur beeinflusst.
7. Da bildete Gott der Herr den Menschen aus dem Staub der Erde und hauchte in seine Nase den Odem des Lebens; so wurde der Mensch eine lebendige Seele.
Vers: Die höchste Kraft haucht Leben in die äußere Natur des Menschen, und diese wird geistig bewusst.
Begründung: "Die Schöpfung des Menschen aus dem Staub der Erde" symbolisiert die Wiederbelebung der äußeren Natur des Menschen. "Das Einhauchen einer lebendigen Seele" bedeutet das Eintreten des geistigen Lebens in den Menschen.
8. Und Gott der Herr pflanzte einen Garten in Eden im Osten, und er setzte den Menschen hinein, den er gebildet hatte.
Vers: Der Mensch wird in ein geistiges Paradies gestellt, wo er wachsen und sich vervollkommnen kann.
Begründung: "Der Garten Eden" symbolisiert ein geistiges Paradies, wo Liebe und Harmonie herrschen. "Osten" repräsentiert die höchste Kraft, die die Quelle alles Guten und Wahren ist.
9. Und Gott der Herr ließ aus dem Boden allerlei Bäume wachsen, lieblich anzusehen und gut zu essen, auch den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.
Vers: In diesem geistigen Paradies wachsen Bäume, die geistige Wahrheit und Güte symbolisieren.
Begründung: "Die Bäume" symbolisieren geistige Wahrheiten und geistige Güte. "Der Baum des Lebens" repräsentiert die Liebe zur höchsten Kraft und zum Nächsten. "Der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse" symbolisiert die Fähigkeit, Wahrheit von Lüge zu unterscheiden.
10. Und ein Strom ging aus von Eden, den Garten zu bewässern; und von dort teilte er sich und wurde zu vier Hauptflüssen.
Vers: Aus diesem Paradies fließt ein Fluss, der die Weisheit symbolisiert.
Begründung: "Der Fluss" symbolisiert die Weisheit, die von der höchsten Kraft kommt.
11. Der Name des ersten ist Pischon; dieser ist es, der das ganze Land Hawila umfließt, wo das Gold ist,
Vers: Der erste Fluss symbolisiert das geistige Verständnis, das aus der Liebe kommt.
Begründung: "Pischon" symbolisiert geistiges Verständnis. "Das Land Havila" spiegelt die Seele wider, die in der Lage ist, geistige Wahrheit und Güte zu erfassen.
12. und das Gold dieses Landes ist gut; dort gibt es auch Bedolach-Harz und den Stein Onyx.
Vers: In diesem geistigen Verständnis wohnt das Gute und das Wahre.
Begründung: "Gold" symbolisiert das geistige Gute. "Bdellium und Onyx" repräsentieren geistige Wahrheit.
13. Der Name des zweiten Flusses ist Gihon; dieser ist es, der das ganze Land Kusch umfließt.
Vers: Der zweite Fluss symbolisiert das Verständnis von geistigen Fragen.
Begründung: "Gihon" symbolisiert das Verständnis von geistigen Fragen. "Das Land Kusch" symbolisiert die Seele, die in der Lage ist, geistiges Wissen zu erfassen.
14. Der Name des dritten Flusses ist Hiddekel; dieser fließt östlich von Assyrien. Der vierte Fluss ist der Euphrat.
Vers: Der dritte Fluss symbolisiert die Fähigkeit, Gut von Böse zu unterscheiden. Der vierte Fluss symbolisiert geistiges Wissen.
Begründung: "Hiddekel" symbolisiert die Fähigkeit zu unterscheiden. "Assyrien" spiegelt den rationalen Geist wider. "Euphrat" symbolisiert geistiges Wissen.
15. Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, ihn zu bebauen und zu bewahren.
Vers: Dem Menschen ist es erlaubt, alle guten Dinge zu genießen, die sich im geistigen Paradies befinden, aber er darf sie nicht als sein Eigentum betrachten.
Begründung: "Das Bebauen und Bewachen des Gartens" symbolisiert die Verantwortung des Menschen, für sein geistiges Wachstum und seine Entwicklung zu sorgen, ohne zu vergessen, dass alles Gute von der höchsten Kraft kommt.
16. Und Gott der Herr gebot dem Menschen und sprach: Von jedem Baum des Gartens darfst du essen,
Vers: Dem Menschen ist es erlaubt, geistige Wahrheit und Güte kennenzulernen.
Begründung: "Das Essen der Früchte von allen Bäumen im Garten" symbolisiert die Offenbarung und Annahme von geistiger Wahrheit und geistiger Güte.
17. aber vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, musst du gewisslich sterben!
Vers: Dem Menschen ist es nicht erlaubt, zu versuchen, geistige Wahrheit und Güte kennenzulernen, indem er nur seine eigene Kraft und Erfahrung benutzt.
Begründung: Das Essen der Frucht vom "Baum der Erkenntnis von Gut und Böse" symbolisiert den Versuch, geistige Wahrheit und Güte nur mit Hilfe von Vernunft und Erfahrung kennenzulernen. "Der Tod" bedeutet den Verlust des geistigen Lebens.
18. Und Gott der Herr sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die ihm entspricht.
Vers: Der Mensch kann das geistige Leben nicht allein vollständig verwirklichen, er braucht eine Verbindung zum höchsten Gut.
Begründung: "Einsamkeit" symbolisiert die Unfähigkeit des Menschen, das geistige Leben vollständig zu verwirklichen, ohne Verbindung zur höchsten Kraft.
19. Denn Gott der Herr bildete aus dem Erdboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels, und er brachte sie zu dem Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen würde; und wie der Mensch sie nennen würde, so sollten sie heißen.
Vers: Der Mensch ist mit der Fähigkeit ausgestattet, zwischen verschiedenen geistigen Zuständen zu unterscheiden.
Begründung: "Die Tiere und die Vögel" symbolisieren verschiedene geistige Zustände, die der Mensch unterscheiden kann.
20. Da gab der Mensch allem Vieh und den Vögeln des Himmels und allen Tieren des Feldes Namen; aber für den Menschen fand sich keine Gehilfin, die ihm entsprochen hätte.
Vers: Obwohl der Mensch in der Lage ist, zwischen diesen geistigen Zuständen zu unterscheiden, sehnt er sich immer noch nach einer Verbindung zum höchsten Gut.
Begründung: Selbst wenn der Mensch mit der Fähigkeit ausgestattet ist, zwischen geistiger Wahrheit und Lüge zu unterscheiden, sucht er immer noch nach einer Verbindung zum höchsten Gut.
21. Da ließ Gott der Herr einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen, und dieser schlief ein; und er nahm eine seiner Rippen und verschloss die Stelle mit Fleisch.
Vers: Dem Menschen wird die Fähigkeit gegeben, seine äußere Natur zu fühlen und sich ihrer bewusst zu sein.
Begründung: "Der tiefe Schlaf" symbolisiert den Zustand des Menschen, wenn er für den Einfluss der höchsten Kraft offen ist. "Die Rippe" symbolisiert die äußere Natur des Menschen.
22. Und Gott der Herr baute aus der Rippe, die er von dem Menschen genommen hatte, eine Frau und brachte sie zu dem Menschen.
Vers: Die äußere Natur des Menschen wird wiederbelebt und mit der inneren Natur des Menschen verbunden.
Begründung: "Die Erschaffung der Frau aus der Rippe" symbolisiert die Wiederbelebung der äußeren Natur des Menschen und ihre Verbindung mit seiner inneren, geistigen Natur.
23. Da sprach der Mensch: Diese ist endlich Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch! Diese soll Männin heißen, denn vom Mann ist sie genommen!
Vers: Der Mensch erkennt die Einheit seiner äußeren und inneren Natur.
Begründung: "Bein von meinen Beinen und Fleisch von meinem Fleisch" symbolisiert die Einheit der äußeren und inneren Natur des Menschen.
24. Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und sie werden ein Fleisch sein.
Vers: Die innere und die äußere Natur des Menschen bilden eine Einheit.
Begründung: "Der Mann soll seinen Vater und seine Mutter verlassen" symbolisiert die Trennung des Menschen von früheren geistigen Zuständen. "Soll sich an seine Frau halten" symbolisiert die Vereinigung mit einem neuen geistigen Zustand.
25. Und sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau, und sie schämten sich nicht.
Vers: Der Mensch, der in Übereinstimmung mit geistiger Wahrheit und Güte lebt, empfindet inneren Frieden und Harmonie.
Begründung: "Nacktheit" symbolisiert innere Reinheit und Unschuld. "Scham" symbolisiert das Bewusstsein von Sünde.
Diese Webseite bietet eine gekürzte Erklärung von Genesis 1, basierend auf dem Werk "Arcana Coelestia" (1756) von Emanuel Swedenborg (1688-1772). Er glaubte, dass Genesis 1 himmlische Geheimnisse und spirituelle Lehren enthält, die nicht vollständig aus dem wörtlichen Text verstanden werden können. Swedenborg wollte diese tieferen Bedeutungen enthüllen, um den Menschen zu helfen, ihr Leben besser zu verstehen und sich spirituell zu entwickeln.