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2-1
Sanjaya sagte: Dann, als er Arjuna voller Mitgefühl, mit tränengefüllten Augen und voller Verzweiflung sah, sprach Madhusudana (Krishna) diese Worte.
Erklärung: Krishna beginnt seine spirituelle Lehre für Arjuna. Sanjaya, der Dhritarashtra die Ereignisse erzählt, beschreibt Arjunas emotionalen Zustand: Er ist voller Mitgefühl und hat tränengefüllte Augen, er ist zutiefst verzweifelt und kann den Gedanken an den Kampf gegen seine Verwandten nicht akzeptieren. Krishna wird hier als Madhusudana angesprochen, was auf seine Fähigkeit hinweist, dämonische Kräfte zu vernichten. Nun ist es seine Aufgabe, Arjunas spirituelle und emotionale Dämonen zu zerstreuen - seine Zweifel und seine Trauer.
2-2
Der Höchste Herr sprach: Mein lieber Arjuna, wie sind diese Unreinheiten über dich gekommen? Sie sind einem Menschen, der den Wert des Lebens kennt, überhaupt nicht angemessen. Sie führen nicht zu höheren Planeten, sondern zu Schande.
Erklärung: In diesem Vers spricht Krishna Arjuna mit Überraschung und Enttäuschung über seine Verwirrung und seine emotionale Schwäche an. Krishna fragt, warum ein solcher Zustand der Schwäche und Verwirrung Arjuna gerade in einem schwierigen Moment überkommen hat, in dem Mut und Entschlossenheit erforderlich sind. Krishna weist darauf hin, dass dieses Verhalten hochherzigen Menschen nicht würdig ist - solchen, die Moral und Pflicht folgen. Er betont auch, dass diese Verwirrung nicht zum Himmel führt, also nicht hilft, spirituelle Befreiung zu erlangen, und sie bringt keinen Ruhm, der für einen Krieger bei der Erfüllung seiner Ehre und Pflicht wichtig ist.
2-3
Oh Partha (Arjuna), gib dieser entwürdigenden Ohnmacht nicht nach. Sie steht dir nicht zu. Befreie dich von solch kleinlicher Schwäche und steh auf, oh Züchtiger der Feinde!
Erklärung: Krishna fordert Arjuna auf, seine Schwäche abzulegen und sich zu sammeln, und erinnert ihn daran, dass ein solcher Zustand einem Helden nicht angemessen ist. Er fordert Arjuna auf, seine Mutlosigkeit zu überwinden und sich seiner Pflicht als Krieger zu erinnern. Krishna spricht Arjuna auch als Partha an - Bekämpfer der Gegner - und erinnert ihn an seinen Mut und seine Fähigkeit zu kämpfen. Mit dieser Ansprache ermutigt Krishna Arjuna, seinen schwachen Geisteszustand abzulegen und aufzustehen, um die Herausforderung des Kampfes anzunehmen und seine Pflicht als Krieger zu erfüllen.
2-4
Arjuna sagte: Oh Zerstörer des Bösen, oh Beherrscher der Sinne, wie kann ich auf dem Schlachtfeld Pfeile auf solche Männer wie Bhishma und Drona richten, die meiner Ehre würdig sind?
Erklärung: In diesem Vers äußert Arjuna weiterhin seine tiefen Zweifel und sein moralisches Dilemma und spricht Krishna mit den Titeln Madhusudana (Zerstörer von Madhu) und Arisudana (Zerstörer der Feinde) an. Diese Titel symbolisieren Krishnas Kraft, das Böse zu vernichten und die Gerechtigkeit zu schützen, und sie werden verwendet, um Krishnas Fähigkeit hervorzuheben, Arjuna in diesem schwierigen Moment zu helfen.
2-5
Es ist besser, in dieser Welt zu betteln, als von edlen Seelen zu leben, die meine Lehrer sind. Selbst wenn sie nach weltlichem Gewinn streben, sind sie meine spirituellen Führer. Wenn sie getötet werden, wird alles, was wir genießen, mit Blut befleckt sein.
Erklärung: Arjunas Äußerungen spiegeln seinen tiefen Kampf zwischen seinen Pflichten als Krieger und seinen moralischen Prinzipien wider – es fällt ihm schwer zu akzeptieren, dass er bei der Erfüllung seiner Pflicht diejenigen töten muss, denen er tiefe Achtung und Dankbarkeit schuldet. Es sollte klargestellt werden, dass Arjuna lieber betteln würde, als seine Lehrer zu töten, die der höchsten Kaste angehören.
2-6
Wir wissen nicht, was besser wäre – sie zu besiegen oder uns von ihnen besiegen zu lassen. Diejenigen, nach deren Tötung wir nicht leben möchten, stehen vor uns – die Söhne Dhritarashtras.
Erklärung: In diesem Vers drückt Arjuna seine völlige Verwirrung und sein moralisches Dilemma aus. Er weiß nicht, was besser ist – seine Verwandten im Kampf zu besiegen oder sich von ihnen besiegen zu lassen. Er befindet sich in so tiefen Widersprüchen, dass er sich nicht für das richtige Handeln entscheiden kann.
2-7
Nun bin ich verwirrt über meine Pflicht und habe aufgrund von Schwäche jede Selbstbeherrschung verloren. In diesem Zustand frage ich Dich, was ich tun soll, damit es mir besser geht. Nun bin ich Dein Schüler und Dir ergebene Seele. Bitte unterweise mich!
Erklärung: Arjuna hat sich in diesem Moment Krishna als Schüler ergeben und bittet Krishna, ihn zu führen und zu lehren. Diese Hingabe ist sehr bedeutsam, da Arjuna zugibt, dass er seine Probleme nicht selbst lösen kann und Krishnas Führung sucht, um den richtigen Weg zu finden und die bestmögliche Lösung zu erreichen.
2-8
Ich bin nicht in der Lage, ein Mittel zu finden, das diese Trauer vertreiben könnte, die meine Sinne austrocknet. Ich werde sie nicht überwinden können, selbst wenn ich ein blühendes Königreich auf Erden ohne Feinde erlange, wie der Herrscher des Himmels.
Erklärung: Dieser Vers betont Arjunas inneren Konflikt und seine Unfähigkeit, mit der Situation fertig zu werden, selbst wenn er einen materiellen Sieg erringen würde. Dies deutet darauf hin, dass er keine Erfüllung in weltlichen Erfolgen findet, wenn diese moralische und emotionale Opfer erfordern. Seine Seele sucht nach einer höheren, spirituellen Lösung und nicht nur nach weltlichem Reichtum und Macht.
2-9
Sanjaya sagte: Nachdem Arjuna, der Bezwinger der Feinde, dies gesagt hatte, sprach er zu Krishna: Govinda, ich werde nicht kämpfen, und verstummte.
Erklärung: In diesem Vers beschreibt Sanjaya, wie Arjuna seine Weigerung zu kämpfen vollständig verkündet. Er spricht Krishna als Govinda an ("derjenige, der die Sinne erfreut, auch der Beschützer der Kühe") und nicht als Hrishikesha. Hrishikesha bedeutet "Herr der Sinne". Trotz dieser Disziplin weigert sich Arjuna zu kämpfen und spricht Krishna als Govinda an (derjenige, der die Sinne erfreut, auch der Beschützer der Kühe). Er bekräftigt seine Entscheidung mit den Worten Ich werde nicht kämpfen und bleibt danach schweigend, was auf seine emotionale Erschöpfung und spirituelle Verwirrung hinweist.
2-10
Oh Nachkomme Dhritarashtras, in diesem Moment sprach Krishna, lächelnd, inmitten der beiden Armeen, zum betrübten Arjuna die folgenden Worte:
Erklärung: Dieser Vers markiert Krishnas Antwort auf Arjunas Weigerung zu kämpfen. Hrishikesha (Krishna, der Herr der Sinne) sieht Arjuna betrübt und erschöpft zwischen den beiden Armeen auf dem Schlachtfeld stehen, beginnt aber mit einem leichten Lächeln (das auf seinen göttlichen Frieden und sein Verständnis der Situation hindeuten könnte) seine Antwort. Krishna spricht Arjuna direkt in seinem Moment der Krise an, um ihm zu helfen, seine Zweifel und seinen Kummer zu überwinden. Das Lächeln symbolisiert Krishnas Frieden und die Gewissheit, dass er eine Lösung hat, um Arjuna aus seiner emotionalen Verwirrung herauszuführen.
2-11
Der Höchste Herr sprach: Während du gelehrte Worte redest, beklagst du, was nicht der Beklagung wert ist. Diejenigen, die weise sind, trauern weder um die Lebenden noch um die Toten.
Erklärung: In diesem Vers beginnt Krishna seine Lehre, indem er darauf hinweist, dass Arjunas Kummer unnötig ist. Arjuna trauert um die Lebenden und die Toten, aber die Weisen – diejenigen, die die wahre Natur von Leben und Tod verstehen – trauern nicht um sie, weil sie verstehen, dass die Seele ewig und unzerstörbar ist. Krishna weist darauf hin, dass Weisheit nicht nur in Worten oder intellektuellem Verständnis liegt, sondern auch im Verständnis der Ewigkeit der Seele und der Realität des Lebens. Arjuna spricht zwar wie ein weiser Mensch, versteht aber nicht, dass die menschliche Existenz über die Grenzen des physischen Todes hinausgeht.
2-12
Tatsächlich hat es nie eine Zeit gegeben, in der ich nicht existiert habe, du nicht existiert hast oder diese Herrscher nicht existiert hätten. Und es wird nie eine Zeit geben, in der wir alle nicht mehr existieren werden.
Erklärung: In diesem Vers lehrt Krishna Arjuna über die ewige Natur der Seele. Er weist darauf hin, dass es nie eine Zeit gegeben hat, in der weder Krishna noch Arjuna noch andere Herrscher nicht existiert hätten. Die Seele ist ewig, sie vergeht nicht mit dem Tod des Körpers und existiert ewig weiter. Das bedeutet, dass Leben und Tod nur Übergangsprozesse sind, die die Existenz der Seele nicht beeinflussen. Dieser Vers markiert einen wichtigen Teil von Krishnas Lehre über die Unsterblichkeit der Seele. Er betont, dass unsere Existenz nicht auf den physischen Körper und die Zeit beschränkt ist. Daher ist der Tod kein Grund zur Trauer, da die Seele in einer anderen Form weiter existiert. Krishna versucht Arjuna zu helfen zu verstehen, dass die im Kampf getöteten Herrscher, ebenso wie Arjuna selbst, weiter existieren werden, da die Seele unzerstörbar ist.
2-13
So wie die Seele im Körper Kindheit, Jugend und Alter durchläuft, so nimmt sie auch nach dem Tod einen anderen Körper an. Der Weise ist darüber nicht verwirrt.
Erklärung: Der weise Mensch, der die ewige Natur der Seele versteht, ist nicht verwirrt und trauert nicht über den Tod, weil er sich bewusst ist, dass die Seele nur in die nächste Lebensphase in einem anderen Körper übergeht. Der Tod ist nur ein Übergangspunkt, nicht das Ende. In diesem Vers versucht Krishna Arjuna davon zu überzeugen, dass der Tod kein Grund zur Angst oder Trauer ist, da die Seele weiter existiert und sich entwickelt.
2-14
Oh Sohn Kuntis, das vorübergehende Erscheinen und Verschwinden von Glück und Leid zur rechten Zeit ist wie das Kommen und Gehen der Jahreszeiten Winter und Sommer. Sie entstehen aus der Sinneswahrnehmung, oh Nachkomme Bharatas, und man muss lernen, sie zu ertragen, ohne sich beunruhigen zu lassen.
Erklärung: Krishna fordert Arjuna auf, diese vorübergehenden Empfindungen zu ertragen und trotz äußerer Umstände Frieden zu bewahren. Ein Mensch, der diese vorübergehende Natur verstehen kann, bewahrt sowohl in freudigen als auch in schwierigen Zeiten Frieden, ohne sich von emotionalen Schwankungen beeinflussen zu lassen. Dieser Vers ruft zu innerer Stabilität und Geistesfrieden auf, damit der Mensch die Herausforderungen des Lebens überwinden und geistig stark bleiben kann. Arjuna wird darauf hingewiesen, dass die Schwierigkeiten des Kampfes und die emotionalen Schmerzen vorübergehend sind und mit Geduld und dem Bewusstsein aufgenommen werden sollten, dass die Seele unbeeinflusst bleibt, und dies sollte nicht gleichgültig, sondern mit Verständnis und innerem Frieden geschehen.
2-15
O bester unter den Männern, ein Mensch, der sich nicht vom Glück und Leid beeinflussen lässt und in beiden Situationen ruhig bleibt, ist wahrlich für die Befreiung geeignet.
Erklärung: Krishna betont, dass nur diejenigen, die fähig sind, geistigen Frieden zu bewahren und sich nicht von den Schwankungen der Sinnesempfindungen beeinflussen zu lassen, würdig sind, die spirituelle Befreiung zu erreichen. Unsterblichkeit wird hier als spirituelle Befreiung vom Kreislauf der Handlung interpretiert, was Freiheit von wiederholten Geburten und Toden bedeutet. Ein Mensch, der trotz äußerer Umstände innere Stabilität und Selbstbeherrschung bewahrt, ist für dieses höchste Ziel geeignet. Arjuna wird geraten, eine solche geistige Stärke und innere Balance zu entwickeln, um seine Zweifel und Ängste auf dem Schlachtfeld sowie die Schwierigkeiten des Lebens im Allgemeinen zu überwinden.
2-16
Diejenigen, die nach der Wahrheit streben, sind zu dem Schluss gekommen, dass das Unwahre (der materielle Körper) vergänglich ist, aber das Wahre (die Seele) unverändert bleibt. Das haben sie durch die Untersuchung des Wesens beider geschlossen.
Erklärung: In diesem Vers erklärt Krishna die ewige Natur der Seele und die Vergänglichkeit der weltlichen Illusion. Das Nicht-Reale (Illusionen und die materielle Welt) hat keine Beständigkeit, da alles, was mit der materiellen Welt zusammenhängt, vergänglich und zerstörbar ist. Die Realität (die Seele) hingegen ist ewig und kann nicht zerstört werden. Hier erinnert Krishna daran, dass der materielle Körper und die weltlichen Empfindungen vergänglich sind, während die Seele, die die wahre Realität ist, unsterblich ist. Diese Lehre hilft Arjuna zu verstehen, dass seine Trauer und Angst auf dem Nicht-Realen (der vergänglichen materiellen Welt) beruhen und dass er sich auf die ewige Realität konzentrieren sollte – die Seele, die unveränderlich und beständig ist.
2-17
Wisse, dass das, was diese ganze Welt durchdringt, unzerstörbar ist. Niemand kann dieses unveränderliche und ewige Wesen zerstören.
Erklärung: In diesem Vers erklärt Krishna die ewige Natur der Seele noch weiter. Er weist darauf hin, dass die Seele, die die ganze Welt durchdringt, unzerstörbar ist. Diese Seele ist die unveränderliche und beständige Realität, die in allem existiert. Krishna betont, dass niemand – weder ein Mensch noch eine andere Macht – die Seele zerstören kann, da sie ewig und unveränderlich ist.
2-18
Der materielle Körper, in dem ein unzerstörbares, unermessliches und ewiges Wesen wohnt, ist der Zerstörung unterworfen. Deshalb kämpfe, o Nachkomme Bharatas!
Erklärung: Dieser Vers unterstreicht erneut Krishnas Lehre von der Unsterblichkeit der Seele und ihrer Unabhängigkeit von der physischen Welt. Krishna fordert Arjuna auf, mit klarem Verstand zu kämpfen, im Wissen, dass er der Seele keinen wirklichen Schaden zufügen wird, da sie ewig und unzerstörbar ist, und dass der Körper nur die Hülle der Seele ist.
2-19
Wer glaubt, die Seele könne töten, und wer glaubt, sie könne getötet werden, beide sind im Irrtum. Die Seele tötet nicht und wird nicht getötet.
Erklärung: Diese Lehre ist wesentlich, damit Arjuna versteht, dass die Teilnahme an der Schlacht und der Tod anderer Krieger das wahre Wesen der Seele nicht beeinflussen. Die Schlacht und ihre Ergebnisse betreffen nur die körperliche Ebene, aber die Seele bleibt ewig und wird weder durch Handlungen noch durch physische Zerstörung beeinflusst. Krishna möchte, dass Arjuna diese Realität versteht und seine Ängste und Zweifel an der Teilnahme am Krieg ablegt.
2-20
Die Seele wird niemals geboren und stirbt niemals. Sie hat nie angefangen zu existieren und wird niemals aufhören zu existieren. Sie ist ungeboren, ewig, beständig und urtümlich; wenn der Körper getötet wird, wird die Seele nicht getötet.
Erklärung: Dieser Vers hilft Arjuna zu verstehen, dass der Körper vergänglich ist, die Seele aber ewig und nicht physischen Veränderungen wie Geburt und Tod unterworfen ist. Krishna versucht, Arjunas Ängste und Zweifel bezüglich der Schlacht zu mindern, indem er darauf hinweist, dass die Seele unversehrt und unbeeinflusst bleibt, selbst wenn der Körper getötet wird. Diese Lehre von der Unsterblichkeit der Seele ist eines der zentralen Konzepte der Bhagavad Gita und ermutigt Arjuna, seine Pflicht als Krieger anzunehmen, ohne Angst vor physischen Konsequenzen zu haben.
2-21
O Pārtha, wie kann ein Mensch, der weiß, dass die Seele unzerstörbar, ewig, ungeboren und unveränderlich ist, jemanden töten oder veranlassen, getötet zu werden?
Erklärung: In diesem Vers erklärt Krishna erneut, dass die Zerstörung des physischen Körpers das wahre Wesen der Seele nicht beeinflusst. Die Seele ist weder Geburt noch Tod unterworfen, und diejenigen, die dies verstehen, machen sich keine Sorgen über das Töten in der physischen Welt, da dies nur den Körper betrifft, nicht aber die Seele. Dieser Vers soll Arjuna verstehen lassen, dass die Teilnahme am Krieg und der Kampf, der zum Tod führt, das wahre Wesen – die Seele – nicht zerstören wird. Krishna versucht, Arjuna von den Ängsten und emotionalen Zweifeln am Kampf zu befreien, indem er erklärt, dass seine Handlungen auf Erden nur auf der materiellen Ebene stattfinden, während auf der Ebene der Seele nichts verloren geht.
2-22
Wie ein Mensch alte Kleider ablegt und neue anzieht, so verlässt die Seele alte Körper und nimmt neue an.
Erklärung: In diesem Vers verwendet Krishna eine einfache und klare Analogie, um den Prozess der Wiedergeburt der Seele zu erklären. So wie ein Mensch alte Kleider wechselt und neue anzieht, verlässt die Seele abgenutzte Körper und geht nach dem Tod in neue Körper über. Die Seele ist nicht an einen bestimmten Körper gebunden und ist ewig, während der Körper vergänglich ist und sich wie Kleider abnutzt.
2-23
Die Seele kann nicht mit Waffen zerschnitten, im Feuer verbrannt, vom Wasser benetzt oder vom Wind getrocknet werden.
Erklärung: Diese Lehre unterstreicht erneut, dass die Seele unabhängig von den Kräften der physischen Welt und ihren Zerstörungsmechanismen ist. Krishna fordert Arjuna auf, diese spirituelle Wahrheit zu verstehen, um die Angst vor Kampf und Tod zu überwinden, da die Seele vollständig vor physischen Veränderungen geschützt ist.
2-24
Die Seele kann nicht zerschnitten, verbrannt, benetzt oder getrocknet werden. Sie ist ewig, allgegenwärtig, unbeweglich und beständig.
Erklärung: In diesem Vers betont Krishna die ewige und unveränderliche Natur der Seele. Er erklärt, dass die Seele nicht durch physische Mittel zerstört werden kann, z. B. durch Zerschneiden mit Waffen, Verbrennen im Feuer, Benetzen mit Wasser oder Trocknen im Wind. Dies bedeutet, dass die Seele vollkommen unabhängig von materiellen Kräften und den Veränderungen der physischen Welt ist. Darüber hinaus ist die Seele ewig und allgegenwärtig, was bedeutet, dass sie in allen Lebewesen und zu allen Zeiten existiert. Sie ist unbeweglich, was auf ihre Stabilität und Unveränderlichkeit hinweist. Krishna weist auch darauf hin, dass die Seele seit undenklichen Zeiten ewig und unveränderlich ist.
2-25
Die Seele ist unmanifest, unbegreiflich für den Geist und unveränderlich. Wenn du das weißt, solltest du nicht darum trauern.
Erklärung: In diesem Vers lehrt Krishna Arjuna weiterhin über die Unsterblichkeit der Seele und ihre Eigenschaften. Er beschreibt die Seele als unmanifest, was bedeutet, dass sie nicht mit den Sinnen wahrgenommen werden kann; unbegreiflich, was darauf hindeutet, dass die Seele nicht vollständig vom Geist oder der Logik erfasst werden kann; und unveränderlich, was bedeutet, dass die Seele keinen Veränderungen oder dem Verfall unterliegt.
2-26
Selbst wenn du glaubst, dass die Seele ständig geboren wird und stirbt, hast du dennoch keinen Grund zu trauern, oh Starkarmiger.
Erklärung: Selbst wenn die Seele ständigen Geburten und Toden unterworfen wäre, wäre dies die Ordnung der Natur, und um diesen Prozess zu trauern wäre vergeblich. Krishna betont hier, dass sowohl im spirituellen Verständnis als auch im Verständnis des materiellen Lebenszyklus der Tod unvermeidlich und natürlich ist, und selbst in diesem Fall wäre der Tod nur ein Übergang von einer Form zur anderen. Daher sollte Arjuna nicht trauern oder sich vor dem Ausgang des Kampfes fürchten.
2-27
Für die Geborenen ist der Tod gewiss, und für die Gestorbenen ist die Wiedergeburt gewiss. Daher solltest du nicht über das Unvermeidliche klagen.
Erklärung: Dieser Vers fordert Arjuna erneut auf, seine Trauer und Angst zu überwinden, da Tod und Geburt Teil des natürlichen Gesetzes des Universums sind, das die Ewigkeit der Seele nicht beeinflusst. In Fortsetzung der zuvor erläuterten Gesetze des natürlichen Universums. *Gesetze des natürlichen Universums: Pflicht und Gerechtigkeit; Gesetz von Ursache und Wirkung; Zyklus von Geburt und Tod; Befreiung vom kontinuierlichen Kreislauf von Geburt, Tod und Wiedergeburt; Kosmische Ordnung; Gewaltlosigkeit; Große zyklische Veränderungen.
2-28
Alle geschaffenen Wesen sind anfangs unmanifest, in der Mitte ihres Daseins manifest und wieder unmanifest, wenn sie zugrunde gehen. Welchen Grund gibt es zu trauern?
Erklärung: In diesem Vers erklärt Krishna den Lebenszyklus, um Arjuna zu helfen zu verstehen, dass das Trauern über die Veränderungen des Lebens vergeblich ist. Wesen sind anfangs unmanifest, was bedeutet, dass sie vor der Geburt nicht sichtbar oder physisch wahrnehmbar sind. Während des Lebens sind sie manifest, d. h. physisch sichtbar und wahrnehmbar, aber nach dem Tod werden sie wieder unmanifest. Dies spiegelt den Gedanken wider, dass ein Wesen nur von einem Zustand in einen anderen übergeht, die Seele aber unberührt bleibt.
2-29
Manche sehen auf die Seele wie auf etwas Verwunderliches, manche sprechen über sie als etwas Verwunderliches, und manche hören über sie als etwas Verwunderliches, aber andere, selbst nachdem sie über sie gehört haben, sind überhaupt nicht in der Lage, sie zu begreifen.
Erklärung: Dieser Vers betont, dass die Seele so komplex und außerhalb des Verständnisses der physischen Welt liegt, dass sie nicht vollständig mit Logik oder Intellekt erfasst werden kann. Obwohl viele über die Seele lernen oder hören, können nur wenige ihre ewige, unveränderliche und spirituelle Natur wirklich verstehen.
2-30
Oh Nachkomme Bharatas, das, was im Körper wohnt, kann niemals getötet werden. Daher brauchst du um kein Lebewesen zu trauern.
Erklärung: In diesem Vers betont Krishna erneut die Unsterblichkeit und Unzerstörbarkeit der Seele. Die Seele, die sich im Körper befindet, ist ewig und kann weder durch physische Waffen noch durch materielle Mittel zerstört werden. Arjuna, der über den möglichen Verlust seiner Verwandten im Kampf trauert, wird daran erinnert, dass der Tod des physischen Körpers nicht die Zerstörung der Seele bedeutet, da die Seele ewig und unabhängig von physischen Umständen ist.
2-31
In Anbetracht deiner besonderen Pflicht als mächtiger Krieger solltest du wissen, dass es keine bessere Beschäftigung gibt als einen Kampf, der auf moralischen Prinzipien beruht; daher gibt es keinen Grund für dich zu zweifeln.
Erklärung: Krishna betont, dass ein gerechter Kampf die höchste Pflicht und Quelle des Glücks eines Kriegers ist, da er es ermöglicht, seine Pflicht zu erfüllen und spirituelles Wachstum zu erlangen. Ein Krieger hat kein größeres Ziel oder keine größere Aufgabe, als an einem Kampf für die Gerechtigkeit teilzunehmen, und diese Aufgabe bietet die Möglichkeit, sowohl Ehre zu erlangen als auch seine innere Pflicht gegenüber der Gesellschaft und dem Universum zu erfüllen. Arjuna wird daran erinnert, dass er, wenn er seine Pflicht zu kämpfen ignoriert, im Widerspruch zu seiner Kriegernatur stünde, was Folgen haben könnte. Daher fordert dieser Vers Arjuna auf, Zweifel und Ängste zu überwinden und seine Pflicht als Kämpfer für die Gerechtigkeit anzunehmen.
2-32
Oh Partha, glücklich sind die mächtigen Krieger, denen sich eine solche Gelegenheit zum Kämpfen von selbst bietet und ihnen die Tore des Himmels öffnet.
Erklärung: Für Krieger gilt die Teilnahme an einem solchen Kampf als heilige Pflicht, da er die Möglichkeit bietet, Ehre und Ruhm sowie den Himmel zu erlangen. Krishna betont hier, dass es eine Seltenheit und ein Privileg ist, dass eine solche Art von Kampf angeboten wird, und ein Krieger, der ihn annimmt, erlangt spirituellen Nutzen und kann nach dem Tod mit Glückseligkeit belohnt werden.
2-33
Wenn du dich hingegen nicht an diesem gerechten Kampf beteiligst, so wirst du in Wahrheit, indem du deine Pflicht und Ehre vernachlässigst, Sünde auf dich laden.
Erklärung: Krishna weist darauf hin, dass die Weigerung zu kämpfen für Arjuna als Krieger eine Nichterfüllung der Pflicht bedeuten würde, die Schande bringen und negative Handlungskonsequenzen nach sich ziehen würde.
2-34
Die Menschen werden immer über deine Schande sprechen, und für einen angesehenen Mann ist Schande schlimmer als der Tod.
Erklärung: Krishna betont auch, dass Schande schlimmer ist als der Tod. Für einen Krieger wie Arjuna, der als großer Held angesehen und berühmt ist, wäre es eine größere Tragödie, seine Ehre zu verlieren als den physischen Tod. Die Ehre und der Ruf eines Kriegers sind sehr wertvoll, und sie zu verlieren würde bedeuten, sein Ziel und sein Ansehen in der Gesellschaft zu verlieren.
2-35
Die großen Generäle, die deinen Namen und deine Ehre hochgehalten haben, werden denken, dass du das Schlachtfeld aus reiner Angst verlassen hast, und dich für unbedeutend halten.
Erklärung: Krishna versucht hier, Arjuna zu zeigen, dass seine Weigerung zu kämpfen seinen Ruf sowohl in der Gesellschaft als auch unter seinen Kampfgefährten und Verbündeten schädigen würde. Für Arjuna ist es wichtig, seine Kriegerpflicht zu erfüllen, um seine Würde und Ehre nicht nur in seinen eigenen Augen, sondern auch in den Augen anderer zu wahren.
2-36
Deine Feinde werden viele harte Worte sagen und deine Fähigkeiten verspotten. Was könnte schmerzhafter für dich sein als das?
Erklärung: Die Verachtung und Verleumdung durch die Feinde wäre nicht nur schädlich für seinen Ruf, sondern auch emotional sehr schmerzhaft, da Arjuna als schwächer und feiger angesehen würde, als er tatsächlich ist. Krishna betont, dass diese Demütigung und Schande noch schmerzhafter wären als körperlicher Schmerz oder die Folgen des Kampfes, da Ehre und Würde für einen Krieger das Wichtigste sind.
2-37
Wenn du getötet wirst, wirst du den Himmel erreichen, aber wenn du siegst, wirst du über die Erde herrschen. Deshalb, oh Sohn der Kunti (Arjuna), steh auf und kämpfe mit Entschlossenheit.
Erklärung: In diesem Vers bietet Krishna Arjuna zwei Möglichkeiten an: Wenn er im Kampf getötet wird, wird er den Himmel erreichen, was für einen Krieger die höchste spirituelle Belohnung bedeutet. Wenn er hingegen siegt, wird er über die Erde herrschen und die Früchte des materiellen Sieges genießen. In beiden Fällen ist das Ergebnis positiv, da sowohl der Sieg als auch der Tod vorteilhaft und lobenswert sind.
2-38
Kämpfe, um zu kämpfen, ohne an Glück oder Leid, Verlust oder Gewinn, Sieg oder Niederlage zu denken – wenn du so handelst, wirst du niemals Sünde auf dich laden.
Erklärung: Dieser Vers betont, dass ein Mensch, der die wechselnden Situationen des Lebens gleichmütig annehmen kann, spirituell rein bleibt und keine Sünde auf sich lädt, da sein Handeln unabhängig von den Ergebnissen ist. Krishna lehrt hier, dass selbstloses Handeln frei von den negativen Folgen des Handelns ist, wenn es mit einem ausgeglichenen Geist und ohne Anhaftung an die Ergebnisse ausgeführt wird.
2-39
Bisher habe ich dir dieses Wissen durch analytische Studien beschrieben. Höre nun, wie ich es im Zusammenhang mit dem Handeln ohne den Wunsch nach dem Genuss der Früchte erklären werde. Oh Partha, wenn du mit diesem Wissen handelst, wirst du dich von den Fesseln des Handelns befreien.
Erklärung: In diesem Vers schließt Krishna seine Lehren aus der Perspektive der Sankhya-Philosophie ab und beginnt, den Weg des Karma-Yoga, also des selbstlosen Handelns, zu erklären. Die Sankhya-Lehre konzentriert sich auf das Verständnis der Welt durch intellektuelle Analyse und die Unterscheidung zwischen dem materiellen Körper und der ewigen Seele. Nun aber beginnt Krishna, Karma-Yoga zu erklären – eine spirituelle Praxis, die nicht nur auf theoretischem Wissen, sondern auch auf praktischem Handeln und spiritueller Disziplin beruht. Krishna weist darauf hin, dass Arjuna durch die Ausübung von Karma-Yoga in der Lage sein wird, sich von den Fesseln des Handelns zu befreien – den Folgen des Handelns, die den Menschen an den Kreislauf von Geburt und Tod binden.
2-40
Auf diesem Weg gibt es keinen Verlust oder keine Minderung, und selbst ein kleiner Fortschritt auf diesem Weg kann vor den größten Gefahren schützen.
Erklärung: Krishna erklärt, dass selbst ein kleiner Schritt auf diesem Weg einen Menschen vor großen Gefahren schützen kann, wie z. B. den Gefahren des Kreislaufs von Geburt und Tod und den negativen Folgen des Handelns. Das bedeutet, dass selbst ein geringer Entschluss und ein kleiner Fortschritt auf dem spirituellen Weg einen enormen Nutzen bringen.
2-41
Diejenigen, die diesen Weg gehen, sind fest in ihren Absichten, und ihr Ziel ist eins. Oh geliebter Sohn des Kuru, der Verstand der Unentschlossenen ist vielseitig verzweigt.
Erklärung: In diesem Vers erklärt Krishna, dass bei denjenigen, die entschlossen und auf den spirituellen Weg konzentriert sind, der Geist und das Verständnis vereint und auf ein bestimmtes Ziel ausgerichtet sind. Diejenigen, die sich ihrer spirituellen Ziele bewusst sind, verfolgen sie mit fester Entschlossenheit, und ihr Geist ist nicht zerstreut oder abgelenkt. Im Gegensatz dazu sind diejenigen, denen es an einer solchen Entschlossenheit mangelt, verwirrt und ihr Geist ist zerstreut – sie neigen dazu, sich zwischen verschiedenen weltlichen Zielen und Möglichkeiten zu verirren. Diesen Menschen fehlt eine einheitliche Richtung, und ihr Geist ist wie ein vielverzweigter Baum, der viele Wege sucht, aber nie ein bestimmtes Ziel erreicht. Diese Unentschlossenheit und Ablenkung des Geistes behindern die Konzentration auf das spirituelle Wachstum und führen zu Verwirrung.
2-42
Menschen mit geringem Wissen sind sehr an den prunkvollen Worten der Veden verhaftet, die verschiedene fruchtbringende Handlungen empfehlen, um die Himmelsplaneten zu erreichen, eine gute Geburt, Kraft und so weiter zu erlangen.
Erklärung: Krishna fordert Arjuna auf, sich nicht trügerischen Worten hinzugeben und zu verstehen, dass wahres spirituelles Wachstum nicht mit Ritualen zusammenhängt, sondern mit einem tieferen Verständnis der Natur der Seele und der Befreiung von den Fesseln des Handelns und der Welt, und weist darauf hin, dass prunkvolle Worte den Menschen täuschen und ihn vom wahren spirituellen Weg ablenken können.
2-43
Da sie nach Sinnesfreuden und einem luxuriösen Leben gieren, sagen sie, dass es nichts Höheres als das gibt.
Erklärung: In diesem Vers erklärt Krishna, wie Menschen, die von Wünschen und dem Streben nach materiellem Vergnügen erfüllt sind, nach dem Himmelreich streben und viele Rituale durchführen, um diese Ziele zu erreichen. Ihr Geist ist auf die Früchte von Geburt und Handeln ausgerichtet, was bedeutet, dass sie handeln, um persönlichen Nutzen aus ihren Handlungen zu ziehen und Vergnügen und Macht sowohl in diesem als auch im nächsten Leben zu erlangen.
2-44
In den Geistern derer, die zu sehr an Sinnesfreuden und materiellen Reichtum gebunden sind und sich von solchen Dingen täuschen lassen, entsteht keine starke Entschlossenheit, dem Höchsten Herrn mit Hingabe zu dienen.
Erklärung: Krishna möchte Arjuna in diesem Vers darauf hinweisen, dass es notwendig ist, die Anhaftung an materielle Güter aufzugeben und sich auf die innere Entschlossenheit und das Verständnis zu konzentrieren, um spirituelle Entwicklung und Befreiung zu erreichen. Nur wenn der Geist frei von Wünschen ist, kann der Mensch tiefe spirituelle Konzentration und Frieden erreichen.
2-45
Die Veden beschreiben meistens die drei Eigenschaften der materiellen Natur. Aber, Arjuna, erhebe dich über diese drei Eigenschaften. Sei frei von allen dualen Eigenschaften und von allen Sorgen um Gewinn und Sicherheit und festige dich in deinem wahren Wesen.
Erklärung: In diesem Vers erklärt Krishna Arjuna, dass die Veden oft über materielle Handlungen sprechen, die mit den drei materiellen Eigenschaften (Güte, Leidenschaft und Unwissenheit) verbunden sind. Diese Eigenschaften sind mit dem weltlichen Leben verbunden, aber Krishna fordert Arjuna auf, sich über diese drei Eigenschaften zu erheben, um eine höhere spirituelle Ebene zu erreichen.
2-46
Alle Zwecke, die mit einem kleinen Wasserbehälter erreicht werden können, können sofort mit einem großen Wasserspeicher erreicht werden. Ebenso kann all der Wohlstand, der durch vedische Rituale gewährt wird, von demjenigen erreicht werden, der den wahren Zweck der Veden kennt.
Erklärung: Dieser Vers lehrt, dass für den weisen, spirituell entwickelten Menschen, der spirituelle Erleuchtung erlangt hat, die vedischen Rituale und Regeln zu einem Werkzeug und nicht zu einem Ziel werden. So wie ein kleiner Teich in einem großen Gewässer seine Bedeutung verliert, so übersteigt spirituelles Verständnis einfache Rituale und formelles Wissen.
2-47
Du hast nur das Recht auf die Handlung, aber nicht auf ihre Früchte. Betrachte dich niemals als die Ursache der Früchte der Handlung und hänge nicht an der Untätigkeit.
Erklärung: In diesem Vers gibt Krishna eine der zentralen Lehren der Bhagavad Gita über selbstloses Handeln. Er fordert Arjuna auf, sich auf die Erfüllung seiner Pflichten zu konzentrieren, ohne Ergebnisse zu erwarten oder an ihnen zu haften. Der Mensch hat das Recht auf seine Handlung, aber er soll nicht versuchen, die Früchte oder Ergebnisse der Handlung zu kontrollieren oder zu fordern.
2-48
Erfülle deine Pflichten, indem du mit spiritueller Disziplin vereint bist, o Dhananjaya (Arjuna), und die Anhaftung aufgibst. Sei gleichmütig in Erfolg und Misserfolg, denn ein solches Gleichgewicht ist das Wesen der spirituellen Disziplin.
Erklärung: Krishna fordert Arjuna auf, mit Gleichmut zu handeln, unabhängig vom Ausgang. Die Anhaftung an Ergebnisse führt oft zu Leid und Unzufriedenheit, aber wahre spirituelle Disziplin bedeutet, mit Sieg und Niederlage im Reinen zu sein. Durch die Bewahrung dieses inneren Gleichgewichts befreit sich der Mensch von den Folgen von Handlung und Wirken.
2-49
Durch respektvolle Dienstbarkeit, o Dhananjaya, halte dich fern von allen niederen Handlungen und suche mit einem solchen Bewusstsein Zuflucht beim Herrn. Diejenigen, die die Früchte ihrer Handlungen genießen wollen, sind geizig.
Erklärung: Krishna fordert Arjuna auf, Zuflucht in der Weisheit zu suchen – selbstlos und mit innerem Frieden zu handeln, ohne nach persönlichem Vorteil zu streben. Diejenigen, die an den Früchten der Handlung haften und nur von egoistischen Motiven geleitet handeln, werden als geizig bezeichnet, um dem Text des Verses zu entsprechen, da ihr Lebenszweck auf materielle Vorteile beschränkt ist, die vergänglich sind und keine wahre spirituelle Befriedigung bieten. Dhananjaya ist einer von Arjunas Titeln oder Namen. Dhananjaya bedeutet wörtlich Eroberer des Reichtums.
2-50
Ein Mensch, der sich respektvoller Dienstbarkeit widmet, kann sich schon in diesem Leben von den guten und schlechten Folgen befreien. Strebe daher danach, diesen Zustand zu erreichen, der die Kunst allen Handelns ist.
Erklärung: Krishna weist auch darauf hin, dass spirituelle Disziplin die Fähigkeit ist, selbstlos und im Einklang mit seiner Pflicht zu handeln. Spirituelle Disziplin als Handlungskompetenz bedeutet, dass ein Mensch, der sich auf dem Weg der spirituellen Disziplin und Weisheit gefestigt hat, seine Pflichten gekonnt erfüllen kann, ohne an Ergebnissen zu haften, und dabei Frieden und Gleichgewicht bewahrt.
2-51
Wenn sie so handeln, befreien sich die Weisen, die sich der respektvollen Dienstbarkeit zum Herrn verschrieben haben, vom Kreislauf von Geburt und Tod. Indem sie alle Wünsche nach den Früchten des Handelns aufgeben, können sie einen Zustand erreichen, der frei von allem Leid ist.
Erklärung: Diese weisen Menschen erreichen einen Zustand, der frei von Leid ist – er ist unsterblich und frei von allen Arten von körperlichem und geistigem Leid. Es ist der Zustand der spirituellen Befreiung, in dem sich die Seele von den Fesseln des Handelns und der materiellen Welt befreit.
2-52
Wenn dein Verstand aus dem Dickicht des Irrtums herauskommt, wirst du gleichgültig gegenüber allem, was gehört wurde und noch gehört werden wird.
Erklärung: Wenn ein Mensch den Zustand der Weisheit erreicht und seine inneren Illusionen überwindet, wird er frei von der Anhaftung sowohl an das, was er bereits gehört hat (Traditionen, Wissen), als auch an das, was noch gehört werden muss. Das bedeutet, dass er spirituell unabhängig und frei von den Beschränkungen des weltlichen Verständnisses wird.
2-53
Wenn dein Geist der prunkvollen Sprache der Veden nicht mehr nachgibt und unerschütterlich in der Selbstbetrachtung verharrt, dann hast du das göttliche Bewusstsein erreicht.
Erklärung: In diesem Vers erklärt Krishna, dass der Geist eines Menschen, um den Zustand des göttlichen Bewusstseins zu erreichen, stabil und unbeeinflusst von der prunkvollen Sprache der Veden sein muss, die oft materielle Vorteile und himmlische Freuden verspricht. Ein Mensch, der dieses Niveau erreicht hat, gibt äußeren Versuchungen nicht mehr nach und bewahrt einen inneren Frieden und eine Konzentration auf die Erkenntnis des Selbst und des Göttlichen.
2-54
Arjuna sprach: O Krishna, was sind die Anzeichen für jemanden, dessen Bewusstsein in diesem transzendentalen Zustand versunken ist? Wie spricht er und was ist seine Sprache? Wie sitzt er und wie geht er?
Erklärung: Mit dieser Frage möchte Arjuna erfahren, wie sich spirituelle Disziplin und spirituelle Stabilität im Alltag praktisch manifestieren. Als Arjuna Krishna als Keshava anspricht, weist er auf ihn als den allmächtigen und allbeherrschenden Gott hin, der in der Lage ist, Antworten auf die tiefsten Fragen über das Leben und die Spiritualität zu geben.
2-55
Der Höchste Herr sprach: O Pārtha, wenn ein Mensch alle Begierden nach Sinnesbefriedigung aufgibt, die aus den Hirngespinsten des Geistes entstehen, und wenn sein gereinigter Geist Befriedigung nur in sich selbst findet, dann kann man sagen, dass er in reinem transzendentalen Bewusstsein ist.
Erklärung: In diesem Vers gibt Krishna eine Antwort auf Arjunas Frage nach der Beschaffenheit eines Menschen, der in Weisheit gefestigt ist. Er weist darauf hin, dass ein solcher Mensch alle Begierden abgelegt hat, die aus dem Geist entstehen. Dieser Mensch ist nicht an weltliche Ziele oder Begierden gebunden, die normalerweise von materiellen Interessen und egoistischen Bedürfnissen motiviert sind. Er ist frei von Anhaftung, weil sein Geist von dem Wunsch, weltliche Güter zu erlangen, gereinigt ist.
2-56
Wer in Leidenschaften seinen Geist ruhig hält, wer nicht nach Glück strebt und frei von Anhaftung, Furcht und Zorn ist, wird ein Weiser genannt, dessen Geist fest ist.
Erklärung: Ein Mensch, der frei von Anhaftung ist, sich nicht um Leiden sorgt und nicht nach Vergnügen giert, wird ein Weiser genannt, der geistige Reife und Stabilität erreicht hat. Dieser Vers lehrt, dass der Mensch nur dann wahrhaft frei und weise sein kann, wenn er die Anhaftung an das Materielle und die Angst vor den Schwierigkeiten des Lebens überwindet.
2-57
Wer in der materiellen Welt nicht erfreut ist, wenn ihm etwas Gutes widerfährt, und nicht betrübt ist, wenn etwas Schlechtes geschieht, ist in vollkommenem Wissen fest verankert.
Erklärung: Stabile Weisheit ist diejenige, die den Menschen nicht von Wünschen und emotionalen Versuchungen leiten lässt, sondern ihn sowohl unter günstigen als auch unter ungünstigen Umständen gleichermaßen ruhig hält.
2-58
Wer seine Sinne von ihren Objekten zurückziehen kann, wie eine Schildkröte ihre Gliedmaßen in ihren Panzer einzieht, ist wahrhaft in Weisheit gefestigt.
Erklärung: Dieser Vers betont die Bedeutung der Sinnenkontrolle auf dem Weg zu geistiger Reife und Weisheit. Ein Mensch, der seine Sinne zügeln und nicht zulassen kann, dass sie seinen Geist und seine Handlungen beherrschen, ist in Weisheit gefestigt und kann inneren Frieden und Ausgeglichenheit erreichen.
2-59
Die verkörperte Seele kann sich von Sinnesfreuden enthalten, obwohl das Verlangen nach Sinnesobjekten bestehen bleibt. Aber wenn sie einen höheren Geschmack erfährt, verliert sie das Interesse an ihnen und festigt sich im Bewusstsein.
Erklärung: In diesem Vers erklärt Krishna, dass ein Mensch, der sich der Sinnesfreuden enthält, sich von den Sinnesobjekten distanzieren kann, aber das Verlangen nach ihnen kann tief im Herzen verbleiben. Dieses Verlangen verschwindet nicht einfach durch Enthaltsamkeit, da die Sinne und der Geist immer noch an weltliche Vergnügungen gebunden sein können. Wenn der Mensch die höchste Erfahrung erreicht – spirituelle Erleuchtung oder die wahre Natur der Seele – verschwindet dieses Verlangen nach weltlichen Vergnügungen von selbst, da diese höchste Erfahrung mit der Erkenntnis der göttlichen Gegenwart verbunden ist. Wenn der Mensch die höchste Wahrheit erfährt, versteht er, dass materielle Wünsche im Vergleich zur spirituellen Erfüllung geringfügig und vergänglich sind.
2-60
O Arjuna, die Sinne sind so stark und stürmisch, dass sie mit Gewalt sogar den Geist eines Menschen fortreißen, der versucht, sie zu beherrschen.
Erklärung: Selbst wenn ein Mensch bedächtig und vernünftig ist, können seine Sinne den Geist stark beeinflussen und ein Abweichen von Gleichgewicht und spiritueller Disziplin verursachen. Daher ist es sehr wichtig, nicht nur zu versuchen, den Geist zu beherrschen, sondern auch ständig die Disziplin der Sinnenkontrolle zu praktizieren, um Stabilität und Konzentration zu bewahren.
2-61
Wer seine Sinne beherrscht, indem er sie vollständig unter Kontrolle hält, und seine Aufmerksamkeit auf Mich richtet, wird ein Mensch mit festem Verstand genannt.
Erklärung: Ein Mensch, der seine Sinne kontrolliert und seinen Geist auf Gott richtet, kann eine stabile Weisheit bewahren und ist nicht durch von den Sinnen verursachte Unruhe beeinflusst. Dieser Vers betont, dass wahre Weisheit erreicht wird, wenn Geist und Sinne beherrscht sind und der Mensch mit spirituellem Fokus und innerem Frieden lebt.
2-62
Indem er über Sinnesobjekte nachdenkt, entwickelt der Mensch Anhaftung an sie, aus Anhaftung entsteht Begierde und aus Begierde entsteht Zorn.
Erklärung: In diesem Vers erklärt Krishna den Prozess von Geist und Emotionen des Menschen, der zu inneren Konflikten und Leiden führt. Wenn ein Mensch über Sinnesobjekte nachdenkt (Dinge besitzen oder weltliche Freuden genießen will), entwickelt er eine Anhaftung an diese Objekte. Diese Anhaftung verstärkt das Verlangen danach, was eine Form der Leidenschaft ist. Wenn Wünsche nicht befriedigt werden, verwandeln sie sich in Zorn, der zu innerer Unruhe und weiterem Verlust der Geisteskontrolle führen kann. Dieser Kreislauf – von Gedanken an weltliche Objekte bis zum Zorn – ist ein negativer Geisteszustand, der den Menschen vom spirituellen Weg abbringt. Dieser Vers lehrt, dass es wichtig ist, seine Gedanken zu kontrollieren und nicht zu viel Aufmerksamkeit auf weltliche Objekte und Freuden zu richten, um negative Emotionen und Zorn zu vermeiden. Spirituelles Wachstum und innerer Frieden sind möglich, wenn der Mensch die Anhaftung an Sinnesobjekte aufgibt und nicht zulässt, dass das Verlangen den Geist beherrscht.
2-63
Aus Zorn entsteht vollkommene Täuschung, und Täuschung verdunkelt das Gedächtnis. Wenn das Gedächtnis verdunkelt ist, geht der Verstand verloren, und wenn der Verstand verloren ist, fällt der Mensch wieder in den materiellen Brunnen.
Erklärung: In diesem Vers beschreibt Krishna die emotionale und spirituelle Regression, die stattfindet, wenn sich ein Mensch dem Zorn hingibt. Dieser Vers betont, wie wichtig es ist, seine Emotionen, insbesondere den Zorn, zu kontrollieren, da dieser einen selbstzerstörerischen Prozess auslösen kann, der zu spirituellem Niedergang führt. Um inneren Frieden und Weisheit zu erlangen, ist es notwendig, sich des Zorns zu enthalten und den Geist klar und ausgeglichen zu halten.
2-64
Aber ein Mensch, der frei von Anhaftung und Hass ist und seine Sinne mit einschränkenden Prinzipien kontrollieren kann, kann Gottes Gnade erlangen.
Erklärung: In diesem Vers weist Krishna darauf hin, dass ein Mensch, der seine Sinne beherrschen und sich der Anhaftung und der Abneigung gegenüber Sinnesobjekten enthalten kann, derjenige ist, der inneren Frieden erreicht. Im Gegensatz zu denen, die dem Impuls des Begehrens oder der Vermeidung nachgeben, handelt dieser Mensch im Einklang mit seinem inneren Wesen und kontrolliert die Sinne, anstatt sich von ihnen kontrollieren zu lassen.
2-65
Wer so innerlich ruhig ist, hat keine Leiden mehr; mit einem solchen ruhigen Bewusstsein festigt sich der Verstand des Menschen bald.
Erklärung: Dieser Vers lehrt, dass es notwendig ist, Geistesruhe zu entwickeln, um innere Weisheit und Freiheit von Leiden zu erlangen. Wenn ein Mensch diesen Frieden erreicht, wird sein Geist klar und spirituelle Weisheit festigt sich schnell, was zu innerer Harmonie und spirituellem Wachstum führt.
2-66
Wer nicht mit dem Höchsten verbunden ist, kann weder transzendenten Verstand noch einen ausgeglichenen Geist haben, ohne den kein Friede möglich ist. Und wie kann es Glück ohne Frieden geben?
Erklärung: Dieser Vers lehrt, dass spirituelles Glück aus der Kontrolle des Geistes und der Sinne kommt. Nur wenn ein Mensch in spiritueller Disziplin vereint ist, kann er Weisheit, Frieden und Glück erlangen.
2-67
Ein Geist, der unruhigen Sinnen folgt, nimmt dem Menschen die Weisheit, so wie der Wind ein Boot über das Wasser trägt.
Erklärung: So wie der Wind ein Boot über unruhiges Wasser treibt, so kann die Unbeherrschtheit der Sinne den Menschen von Weisheit und innerem Frieden ablenken. Um spirituelle Stabilität zu erreichen, ist es wichtig, dass der Geist nicht dem Einfluss und der Unruhe der Sinne unterliegt, da eine solche Instabilität zu Zerstreuung des Geistes und zum Verlust des Verständnisses führen kann.
2-68
Darum, o Starkarmiger, wer seine Sinne von der Berührung mit ihren Objekten befreit hat, ist zweifellos von festem Verstand.
Erklärung: Indem er die Sinne beherrscht und sich von weltlichen Verlockungen fernhält, wird der Mensch spirituell stabil und erreicht inneren Frieden und Klarheit. Diese Kontrolle über die Sinne ist wesentlich, um Klarheit des Geistes und ein tiefes Verständnis des Lebens zu erlangen, was wichtig ist, um ein Leben voller Weisheit zu führen.
2-69
Was für alle Wesen Nacht ist, ist die Zeit der Wachheit für den Beherrschten. Wenn die Wesen wach sind, ist dies der Nachtzustand für den Weisen.
Erklärung: In diesem Vers verwendet Krishna die Metapher von Nacht und Tag, um den Unterschied zwischen der Wahrnehmung und dem Verständnis der Welt durch einen weisen Menschen (spirituell Disziplinierten oder Denker) und gewöhnliche Wesen zu erklären. Für gewöhnliche Wesen, die an die materielle Welt gebunden sind, scheint das, was für den Weisen (den Beherrschten) klar und wach ist, wie Nacht zu sein – das heißt, es ist für sie unverständlich und unerreichbar. Sie sind wach, wenn sie in weltlichen Dingen aktiv sind, aber das spirituelle Bewusstsein bleibt ihnen verborgen. Der Weise hingegen, der ein tiefes inneres Verständnis und Freiheit von materiellen Verlockungen erreicht hat, sieht die wahre Realität, die vor denen verborgen ist, die in die Illusionen der materiellen Welt versunken sind. Wenn gewöhnliche Wesen von weltlichen Aktivitäten und Wünschen mitgerissen werden, erscheint ihm diese weltliche Aktivität wie Nacht – wie etwas Unwichtiges und Fernes. Dieser Vers lehrt, dass der weise Mensch im spirituellen Verständnis wach ist, während gewöhnliche Wesen von materiellen Reizen geleitet werden. Er betont die unterschiedliche Wahrnehmung zwischen denen, die ihre Sinne beherrscht und Weisheit erlangt haben, und denen, die noch an das Weltliche gebunden sind.
2-70
Wer sich nicht von dem unaufhörlichen Strom der Wünsche bewegen lässt, die wie Flüsse in den Ozean strömen, wer immer ruhig ist und nicht versucht, diese Wünsche zu befriedigen, kann Frieden erlangen.
Erklärung: Dieser Vers erklärt, dass Frieden derjenige erlangt, der nicht an seinen Wünschen hängt und nicht versucht, sie zu erfüllen. Ein Mensch, der ständig nach der Erfüllung weltlicher Wünsche strebt, kann keinen wahren inneren Frieden erreichen. So wie der Ozean unverändert bleibt, auch wenn Wasser in ihn fließt, so muss auch der Mensch innerlich stabil sein, ungeachtet der Verlockungen äußerer Wünsche.
2-71
Der Mensch, der alle Wünsche aufgibt, ohne Anhaftung, ohne Besitzgefühl und Ego lebt, erlangt Frieden.
Erklärung: Dieser Vers lehrt, dass Frieden nur dann erreicht werden kann, wenn ein Mensch selbstlos lebt, frei von Wünschen, Ego und Anhaftung. Ein solches Leben führt zu Gleichgewicht und Harmonie sowohl mit sich selbst als auch mit der umgebenden Welt.
2-72
Das ist, o Partha, der spirituelle und göttliche Zustand, den man erreicht, wenn man sich nicht mehr Täuschungen hingibt. Wenn ein Mensch auch im Augenblick des Todes in diesem Zustand sein kann, kann er in das Reich Gottes eingehen.
Erklärung: In diesem Vers beschreibt Krishna den ultimativen spirituellen Zustand, der zur Verwirklichung des göttlichen Bewusstseins führt. Es ist ein Zustand spiritueller Stabilität und Befreiung, in dem der Mensch, der dieses Niveau erreicht, nicht mehr verwirrt ist oder sich weltlichen Illusionen unterwirft. Ein solcher Mensch erlangt ein tiefes Verständnis für die wahre Natur der Seele und das göttliche Bewusstsein (die höchste spirituelle Realität) und wird frei von Leiden und Anhaftung. In diesem Zustand bewahrt er Gleichgewicht und Frieden, auch wenn sich das Leben dem Ende zuneigt, und erreicht schließlich die Verwirklichung des göttlichen Bewusstseins und die Befreiung.
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