-1-   -2-   -3-   -4-   -5-   -6-   -7-   -8-   -9-   -10-   -11-   -12-   -13-   -14-   -15-   -16-   -17-   -18-

7-1

Der Höchste Herr sprach: Höre nun zu, oh Pārtha, wie du, ohne Zweifel, Mich vollständig erkennen kannst, indem du deinen Geist auf Mich richtest, spirituelle Disziplin praktizierst und bei Mir Zuflucht suchst.

Erklärung: Dieser Vers lehrt, dass die Praxis der spirituellen Disziplin und die Konzentration des Geistes auf das Göttliche der Weg zum spirituellen Verständnis ist. Vertrauen auf Gott und spirituelle Disziplin sind wesentlich, um das Göttliche zu erreichen und das Wesen der Wahrheit zu verstehen. Vertrauen auf Gott und Hingabe an Ihn sind unerlässlich, um wahres spirituelles Verständnis zu erlangen. Kṛṣṇa spricht Arjuna als Pārtha an, seinen Familiennamen, um auf Arjunas Pflicht als Krieger und spiritueller Sucher hinzuweisen.

7-2

Ich werde dir nun dieses Wissen vollständig offenbaren, sowohl über das Sichtbare als auch das Unsichtbare. Wenn du es kennst, wirst du nichts anderes mehr zu wissen brauchen.

Erklärung: In diesem Vers verspricht Krishna, Arjuna vollständiges Wissen und Weisheit zu geben, die nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch praktische Erfahrung und ein tiefes Verständnis der spirituellen Realität beinhalten.

7-3

Unter Tausenden von Menschen strebt vielleicht einer nach Vollkommenheit, und von denen, die Vollkommenheit erreicht haben, kennt Mich kaum einer wirklich.

Erklärung: In diesem Vers erklärt Krishna, dass nur sehr wenige Menschen spirituell bewusst sind und versuchen, Vollkommenheit zu erreichen, und noch seltener erreicht jemand ein tiefes und wahres Verständnis von Gott. Nur wenige Menschen suchen den spirituellen Weg mit Ernsthaftigkeit und Disziplin, und unter denen, die dies tun, erreichen nur wenige wahre Erleuchtung und ein Verständnis der göttlichen Realität. Wahres Verständnis von Gott wird äußerst selten erreicht. • Unter Tausenden von Menschen – Krishna weist darauf hin, dass die meisten Menschen leben, ohne einem spirituellen Weg zu folgen, und nur sehr wenige von Tausenden wirklich im spirituellen Pfad streben. • Nur einer strebt nach Vollkommenheit – Nur einer von Tausenden von Menschen bemüht sich, spirituelle Vollkommenheit zu erreichen. Dies zeigt, wie selten Menschen sind, die bereit sind, ihr Leben ernsthaft der spirituellen Praxis zu widmen. • Von denen, die streben, kennt Mich kaum einer wirklich – Krishna sagt, dass selbst unter denen, die versuchen, spirituelle Vollkommenheit zu erreichen, nur wenige die göttliche Realität wirklich verstehen. Wahres Verständnis von Gott ist sehr selten, und nur diejenigen, die eine vollständige spirituelle Erfahrung erreichen, können Krishna wirklich kennen. Dieser Vers betont, dass der spirituelle Weg komplex ist und große Hingabe erfordert und dass nur sehr wenige Menschen wahres Verständnis von Gott erlangen. Selbst unter denen, die sich ernsthaft bemühen, erreichen nur wenige spirituelle Vollkommenheit und wahre Einheit mit dem Göttlichen.

7-4

Erde, Wasser, Feuer, Luft, Äther, Geist, Verstand und das falsche Ego – alle diese acht Bestandteile zusammen sind Meine getrennten materiellen Energien.

Erklärung: In diesem Vers erklärt Krishna, dass die materielle Welt aus acht verschiedenen Manifestationen oder Prinzipien besteht, die Gottes materielle Energie bilden. Diese acht Teile bilden sowohl die materiellen als auch die psychischen Komponenten, die die menschliche Existenz in der Welt beeinflussen. • Erde, Wasser, Feuer, Luft, Äther – Diese fünf Elemente sind die Grundlagen der materiellen Welt, die die gesamte physische Welt und ihre Objekte bilden. Es sind die Elemente Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther (Raum), die die grundlegenden Materialien sind, aus denen die physische Welt besteht. • Geist, Verstand und das falsche Ego – Diese drei Elemente bilden die psychische Sphäre des Menschen. Der Geist nimmt Empfindungen wahr, der Verstand trifft Entscheidungen und analysiert, und das falsche Ego ist das Gefühl des Seins, das es dem Menschen ermöglicht, sich als ein separates Wesen zu betrachten, das von Gott getrennt ist. • Acht verschiedene Manifestationen – Diese acht Bestandteile bilden die materielle Natur Gottes oder die materielle Energie, die als Grundlage des gesamten geschaffenen Universums wirkt. Krishna weist darauf hin, dass diese Teile von Ihm als Teil Seiner Energie getrennt sind. Dieser Vers lehrt, dass die gesamte materielle Welt, sowohl die physischen Elemente als auch die psychische Struktur des Menschen, Manifestationen der materiellen Natur Gottes sind. Krishna offenbart in diesem Vers, dass Er die Quelle dieser materiellen Elemente ist und dass die Erfahrung des Menschen in der Welt auf diesen acht Manifestationen basiert.

7-5

Außer dieser niederen Energie gibt es, o starkarmiger Arjuna, Meine andere, höhere Energie, die aus den Lebewesen besteht, die mit der materiellen Natur kämpfen und das Universum erhalten.

Erklärung: In diesem Vers erklärt Krishna, dass es neben der materiellen Natur, die aus Elementen und physischen Energien besteht, auch eine höhere – die spirituelle Natur – gibt. Die höhere Natur ist die Lebenskraft, die die Existenz der Lebewesen und des Universums formt und erhält. Diese höhere Natur ist spirituell und bewusst, im Gegensatz zur niederen, materiellen Natur. Die materielle Natur ist niedriger und wirkt dank der höheren, der Lebenskraft oder der spirituellen Natur. • Niedere Natur – Die materielle Natur, die aus physischen Elementen besteht, ist im Vergleich zur spirituellen niedriger. Sie ist untrennbar mit Krishna verbunden, aber sie ist Seiner höheren Natur untergeordnet. • Höhere Natur – Die höhere Natur ist die Lebenskraft, die die Existenz und das Lebensbewusstsein der Lebewesen ist. Sie ist direkt mit der spirituellen Welt und dem Göttlichen verbunden. • Lebenskraft – Diese höhere Natur ist die Lebensenergie, die die Existenz und den spirituellen Ausdruck aller Lebewesen sichert. Es ist Krishnas Kraft, die das Universum erhält und ihm Leben einhaucht. • Mit der das Universum erhalten wird – Das Universum wird durch diese höhere, spirituelle Kraft erhalten und gelenkt. Krishna erklärt, dass alles Leben, sowohl das physische als auch das spirituelle, durch diese Kraft gelenkt und erhalten wird. Dieser Vers hebt hervor, dass die Lebenskraft und die spirituelle Natur höher sind als die materielle Natur und dass Krishna die Quelle sowohl des materiellen als auch des spirituellen Universums ist. Krishna spricht Arjuna als den Starkarmigen an und deutet damit auf seine Fähigkeit hin, tiefere spirituelle Wahrheiten zu verstehen und über die materielle Welt hinauszusehen.

7-6

Wisse, dass alle Wesen aus diesen beiden Naturen hervorgehen. Ich bin der Ursprung aller weltlichen Schöpfungen und auch ihre Zerstörung.

Erklärung: In diesem Vers erklärt Krishna, dass alle Wesen und Schöpfungen in der Welt aus zwei Naturen hervorgehen: der materiellen Natur und der spirituellen Natur. Krishna ist die Quelle dieser natürlichen Kräfte, und Er ist es auch, der sowohl den Schöpfungsprozess als auch die Zerstörung lenkt. Er betont Seine Rolle als Anfang und Ende aller Dinge. Krishna ist sowohl die Ursache der Schöpfung als auch der Zerstörung. • Aus diesen beiden Naturen entstehen alle Wesen – Zwei Naturen – die materielle und die spirituelle – sind die Quellen aller Lebewesen. Aus ihnen entsteht alles, was in der Welt existiert, sowohl auf materieller als auch auf spiritueller Ebene. • Ich bin der Ursprung aller Schöpfungen – Krishna weist darauf hin, dass Er der Ursprung der Schöpfung ist, derjenige, aus dem alle Wesen und die Welt hervorgehen. Er ist die Schöpfungskraft, die alle existierenden Formen und Wesenheiten initiiert. • Ich bin auch die Zerstörung – Krishna erklärt auch, dass Er die Quelle der Zerstörung ist, derjenige, der die existierenden Formen beendet und alles zu Ihm zurückkehrt. Krishna ist nicht nur der Schöpfer, sondern auch derjenige, der den Kreislauf beendet. Dieser Vers zeigt Krishnas allumfassende Rolle als Quelle allen Lebens und auch seiner Zerstörung und erklärt, dass alles in der Welt von Ihm kommt und zu Ihm zurückkehrt. Schöpfung und Zerstörung stehen unter Seiner Aufsicht.

7-7

O Bezwinger der Reichtümer, nichts Höheres gibt es als Mich. Alles ruht auf Mir wie Perlen, die auf einer Schnur aufgereiht sind.

Erklärung: In diesem Vers erklärt Krishna, dass Er der Höchste ist und dass alles Existierende mit Ihm verbunden ist. Es gibt nichts Höheres als das Göttliche, und das Universum ist in Krishna verwoben, so wie Perlen mit einem Faden verbunden sind. Krishna betont Seine allumfassende Natur und Verbindung mit der gesamten Schöpfung. • Außer Mir gibt es nichts Höheres – Krishna weist darauf hin, dass Er der Höchste ist und dass es über Ihm niemanden gibt. Das Göttliche ist allmächtig und absolut, und die gesamte Schöpfung geht von Ihm aus. • Dieses ganze Universum ist in Mir verwoben – Alle Lebewesen sowie die gesamte materielle Welt und die spirituelle Realität sind in Krishna verwoben. Er ist die grundlegende Kraft, die alles Existierende verbindet. • Wie Perlen an einer Schnur – Krishna verwendet das Symbol der Perlen, die an einer Schnur aufgereiht sind, um zu zeigen, dass das gesamte Universum, so wie die Perlen um den Faden angeordnet sind, vereint und mit dem göttlichen Bewusstsein verwoben ist. Krishna spricht Arjuna als Dhananjaya, den Eroberer der Reichtümer, an und deutet damit auf seine Fähigkeit hin, spirituelle Reichtümer und die göttliche Wahrheit zu verstehen.

7-8

O Sohn der Kunti, Ich bin der Geschmack des Wassers, Ich bin das Licht des Mondes und der Sonne, Ich bin der Klang in allen Veda-Mantras, Ich bin der Schall im Äther und die Fähigkeit im Menschen.

Erklärung: Dieser Vers lehrt, dass Gott überall präsent ist, vom Geschmack des Wassers bis zum Licht und den Klängen. Menschen können das Göttliche in ihrem täglichen Leben erfahren, indem sie erkennen, dass alle Dinge – sogar die Stärke des Menschen – ein Geschenk und eine Manifestation Gottes sind.

7-9

Ich bin der wahre Duft der Erde, und Ich bin die Glut des Feuers. Ich bin das Leben aller Lebewesen, und Ich bin die Askese aller Asketen.

Erklärung: Dieser Vers lehrt, dass Gott überall präsent ist – vom Duft der Erde bis zur Wärme des Feuers und der Lebensenergie in allen Lebewesen. Menschen können die göttliche Gegenwart auch in ihren spirituellen Bemühungen und ihrer Disziplin spüren, die ihnen helfen, sich spirituell zu entwickeln und höhere Ziele zu erreichen.

7-10

O Partha, wisse, dass Ich der ursprüngliche Same aller Lebewesen bin, der Verstand der Verständigen und die Macht aller mächtigen Herrscher.

Erklärung: Dieser Vers lehrt, dass alle Talente und Fähigkeiten der Menschen Ausdruck der göttlichen Energie sind. Diese Fähigkeiten sollten zum Dienst an Gott und zum Wohle der Gesellschaft eingesetzt werden. Der Ursprung des Lebens, die Weisheit und die Kraft – all das kommt aus der göttlichen Quelle, und die Menschen sollten sich bewusst sein, dass ihre physischen und spirituellen Talente Geschenke Krishnas sind. Krishna spricht Arjuna als Partha an und fordert ihn auf, sich bewusst zu machen, dass das Göttliche die Quelle allen Lebens ist und dass seine Fähigkeiten und Weisheit mit Krishnas göttlicher Kraft verbunden sind.

7-11

Ich bin die Stärke der Starken, die frei von Begierde und Wünschen ist. Ich bin das Sexualleben, das nicht im Widerspruch zu den Prinzipien der Religion steht, o Herr der Bharata (Arjuna).

Erklärung: In diesem Vers betont Krishna, dass Er die Quelle der Kraft in starken Menschen ist, wenn diese Kraft rein ist, frei von egoistischen Wünschen, Leidenschaften und Anhaftungen. Er weist auch darauf hin, dass das Sexualleben, wenn es im Einklang mit den Prinzipien der Religion steht, eine göttliche Manifestation ist. • Ich bin die Stärke der Starken – Krishna erklärt, dass Er die reine Stärke ist, die in starken Menschen wohnt. Die Stärke, die vom Göttlichen kommt, ist unbefleckt und frei von egoistischen Neigungen. • Die frei von Leidenschaft und Anhaftung ist – Die Stärke, von der Krishna spricht, ist rein und nicht mit Leidenschaften oder Anhaftung an materielle Dinge verbunden. Es ist eine selbstlose Stärke, die auf moralisch korrekte Weise eingesetzt wird. • Ich bin das Sexualleben, das nicht im Widerspruch zur moralischen Ordnung steht – Krishna erklärt, dass das Sexualleben, das nicht im Widerspruch zur Gerechtigkeit und den Prinzipien der Religion steht, göttlich ist. Ein solches Sexualleben steht im Einklang mit dem spirituellen Weg und führt zu höheren Zielen.

7-12

Wisse, dass alle Zustände der Güte, Leidenschaft und Unwissenheit von Mir kommen, aber Ich bin ihnen nicht unterworfen; sie sind alle in Mir.

Erklärung: In diesem Vers erklärt Krishna, dass alle Zustände der Natur – sowohl der reine und harmonische als auch der leidenschaftliche und energiegeladene als auch der dunkle und träge – von Ihm ausgehen, aber Er selbst ist nicht durch diese Zustände begrenzt oder ihnen unterworfen. Er ist die Quelle aller Zustände, steht aber über ihnen. Obwohl alle Eigenschaften von Krishna kommen, ist Er selbst nicht durch sie begrenzt und bleibt unverändert. • Zustände der Güte, Leidenschaft und Unwissenheit – Dies sind die drei Eigenschaften oder Naturelle der Natur, die den Charakter verschiedener Menschen und Aspekte des Lebens bestimmen. Güte steht für Reinheit, Frieden und Harmonie, Leidenschaft für Energie und Begeisterung, während Unwissenheit für Dunkelheit, Trägheit und Unwissenheit steht. • Alle Zustände kommen von Mir – Krishna weist darauf hin, dass alle drei Naturzustände von Ihm kommen, da Er die Quelle aller Naturelle ist, aber selbst nicht ihnen unterworfen ist. • Ich bin ihnen nicht unterworfen, sie sind in Mir – Krishna erklärt, dass Er selbst nicht durch diese Zustände begrenzt ist, obwohl sie von Ihm kommen. Er steht über diesen Zuständen, und sie alle existieren in Ihm, beschränken aber Sein Wesen nicht.

7-13

Getäuscht von den drei Eigenschaften (Güte, Leidenschaft und Unwissenheit) erkennt die ganze Welt Mich nicht, der Ich über diesen Eigenschaften stehe und unerschöpflich bin.

Erklärung: In diesem Vers weist Krishna darauf hin, dass die ganze Welt und ihre Bewohner getäuscht und von den drei Eigenschaften oder Naturellen der Natur – Güte, Leidenschaft und Unwissenheit – eingenommen sind. Diese Zustände schränken das Verständnis der Menschen ein, und daher können sie die Göttliche Realität nicht verstehen, die über diesen Naturellen steht und unveränderlich ist. Die meisten Menschen sind so sehr in diese Eigenschaften vertieft, dass sie Krishnas transzendente Natur nicht sehen können.

7-14

Diese Meine göttliche Energie, die aus den drei Eigenschaften der materiellen Natur besteht, ist schwer zu überwinden. Aber diejenigen, die sich Mir hingegeben haben, können sie leicht überwinden.

Erklärung: In diesem Vers erklärt Krishna, dass die materielle Welt mit drei Naturzuständen oder Naturellen (Güte, Leidenschaft und Unwissenheit) erschaffen wurde, die eine Illusion oder Täuschung bilden. Diese Illusion ist äußerst stark und schwer zu überwinden, aber diejenigen, die vollständig auf Gott vertrauen und sich Ihm zuwenden, haben die Möglichkeit, sich von dieser Illusion zu befreien und geistiges Verständnis zu erlangen. • Göttliche Täuschung – Krishna bezeichnet die materielle Welt als Göttliche Täuschung, die mit den Naturzuständen (Naturellen) – Reinheit, Leidenschaft und Trägheit – verbunden ist. Diese Illusion umfasst die ganze Welt und beeinflusst das Leben und das Verständnis der Menschen. • Sehr schwer zu überwinden – Die Täuschung oder Illusion, die die materielle Welt bildet, ist sehr stark und schwer zu überwinden. Menschen sind oft in materiellen Zuständen gefangen und können nicht über diese Illusion hinaussehen. • Diejenigen, die sich Mir zuwenden – Diejenigen, die sich dem Göttlichen zuwenden und sich Krishna mit vollem Vertrauen hingeben, können diese Illusion überwinden. Das Vertrauen auf Gott ist der Weg zur Befreiung von materiellem Einfluss. • Überwindet die Täuschung – Diejenigen, die auf Gott vertrauen, können diese Täuschung oder Illusion überwinden, die ihren geistigen Fortschritt einschränkt. Krishna weist darauf hin, dass die Befreiung von der Illusion nur durch göttliches Vertrauen möglich ist.

7-15

Übeltäter, die grobe Narren sind, die Niedrigsten unter den Menschen, diejenigen, deren Wissen Illusionen geraubt haben, und diejenigen, die eine dämonische atheistische Natur haben, ergeben sich Mir nicht.

Erklärung: In diesem Vers erklärt Krishna, dass es eine bestimmte Gruppe von Menschen gibt, die sich dem Göttlichen nicht zuwenden können, weil sie von der Illusion (Täuschung) kontrolliert werden und ihr geistiges Wissen verdeckt ist. Diese Menschen sind grobe Narren, die Niedrigsten unter den Menschen, diejenigen, deren Wissen Illusionen geraubt haben, und diejenigen, die eine dämonische atheistische Natur haben. Diese Menschen sind von niedrigster Natur, sie begehen böse Taten, und ihr Geist ist dämonisch, was sie unfähig macht, Gott zu verstehen oder sich Ihm zuzuwenden.

7-16

Oh Bester der Bharatas, vier Arten von rechtschaffenen Menschen beginnen, Mir in Hingabe zu dienen – die von Leid Geplagten, diejenigen, die Reichtum wünschen, die Wissbegierigen und diejenigen, die Wissen über das Absolute suchen.

Erklärung: In diesem Vers erklärt Krishna, dass es vier rechtschaffene und tugendhafte Menschen gibt, die das Göttliche verehren, jeder von ihnen tut dies mit unterschiedlichen Motivationen und Bedürfnissen. Dies sind die vier Arten von rechtschaffenen Menschen, die beginnen, Krishna in Treue zu dienen. Alle diese Menschen verbindet die Suche nach Gott, aber sie tun dies aus verschiedenen Gründen. • Derjenige, der leidet – Diese Menschen suchen Gottes Hilfe, wenn sie in Schwierigkeiten oder Leiden geraten. Sie wenden sich an Krishna in der Hoffnung auf Erleichterung oder Rettung ihrer Probleme. • Derjenige, der Wissen sucht – Diese Menschen suchen geistiges Wissen und Wahrheit. Sie verehren Gott, um Weisheit und Verständnis für das wahre Wesen des Lebens zu erlangen. • Derjenige, der Wohlstand sucht – Diese Menschen suchen materiellen Wohlstand oder Erfolg. Sie bitten Gott um Hilfe, um ihre Lebenssituation zu verbessern oder ihre materiellen Ziele zu erreichen. • Derjenige, der weise ist – Dieser Mensch ist bereits weise und sich der Göttlichen Realität bewusst. Er verehrt Krishna, weil er das Wesen Gottes verstanden hat, und seine Verehrung ist aufrichtig und selbstlos.

7-17

Von diesen ist derjenige am besten, der vollständig Wissen erlangt hat und sich immer reinem, hingebungsvollem Dienst widmet, denn Ich bin ihm sehr lieb, und er ist Mir sehr lieb.

Erklärung: Dieser Vers lehrt, dass, obwohl Menschen Gott aus verschiedenen Gründen suchen, der Weise, der das Göttliche vollständig verstanden hat und sich dem Dienst an Gott gewidmet hat, auf der höchsten geistigen Ebene steht. Ein solcher Mensch ist Gott besonders nahe, und seine Treue und Liebe führen ihn zu wahrem spirituellem Bewusstsein und Göttlicher Einheit. • Der Weise – In diesem Kontext ist der Weise derjenige, der ein tiefes Verständnis und Wissen über Gott erlangt hat. Er ist sich der Göttlichen Realität bewusst und hat sich dieser Erkenntnis voll und ganz gewidmet. • Immer vereint – Dieser Mensch ist ständig mit Gott vereint, was bedeutet, dass er sich immer an Gott erinnert und Ihn verehrt und eine ununterbrochene Verbindung zu Ihm aufrechterhält. Er ist geistig mit dem Göttlichen verbunden. • Mir allein gewidmet – Der Weise ist Krishna vollständig gewidmet. Seine Liebe und Treue sind nur auf Gott konzentriert, und er wünscht sich nichts anderes, als Gott zu dienen. • Besonders herausragend – Unter allen Menschen, die das Göttliche suchen, wird der Weise hervorgehoben, weil er das höchste Niveau an Vertrauen und Wissen erreicht hat. • Sehr lieb – Krishna weist darauf hin, dass dieser Weise Ihm sehr lieb ist, weil er wahrhaft treu ist und Gottes Liebe erreicht hat. Und auch Krishna ist dem Weisen sehr lieb – sie sind durch gegenseitige Liebe und Treue verbunden.

7-18

Alle diese Praktizierenden spiritueller Disziplin sind zweifellos edle Seelen, aber derjenige, der im Wissen über Mich gefestigt ist, ist Mir sehr lieb. Er ist in Mir, und Ich bin in ihm, denn er hat sich Mir als seinem höchsten Ziel gewidmet.

Erklärung: In diesem Vers weist Krishna darauf hin, dass, obwohl alle, die Gott verehren, edel und wertvoll sind, der Weise besonders herausragend ist. Der Weise wird mit Gott selbst verglichen, weil er eine tiefe Einheit mit dem Göttlichen erreicht hat und vollständig in Krishna gefestigt ist. Er hat das höchste geistige Ziel erreicht. • Alle sind edel – Krishna bestätigt, dass alle, die das Göttliche verehren, wertvoll und edel sind, unabhängig von ihren Motiven. Jeder, der sich an Gott wendet, befindet sich auf dem spirituellen Weg. • Der Weise ist wie Ich selbst – Krishna hebt den Weisen besonders hervor und vergleicht ihn mit dem Göttlichen Wesen selbst. Der Weise hat die Einheit mit Krishna erreicht, daher ist er wie eine Manifestation Gottes selbst. • Der geeinte Geist – Der Weise ist mit dem Göttlichen vereint, er ist Gott vollständig gewidmet und unterhält eine ununterbrochene Verbindung zu Krishna. Sein Geist und sein Herz sind mit dem Göttlichen vereint. • Hat das höchste Ziel erreicht – Krishna weist darauf hin, dass der Weise das höchste geistige Ziel erreicht hat – die vollständige Einheit mit Gott, was das wichtigste Ergebnis des spirituellen Weges ist.

7-19

Nach vielen Geburten und Toden ergibt sich derjenige, der wahrlich Wissen erlangt hat, Mir, wissend, dass Ich die Ursache von allem bin und dass Ich alles bin. Eine solche erhabene Seele ist sehr selten.

Erklärung: In diesem Vers erklärt Krishna, dass geistiges Verständnis und vollständiges Gottesbewusstsein erst nach vielen Geburtenzyklen kommen, wenn der Mensch sein Wissen und Verständnis über das Göttliche entwickelt hat. Erst nach langer Lebenserfahrung versteht der Weise, dass das Göttliche alles ist. Eine solche erhabene Seele, die sich bewusst ist, dass Krishna die Ursache von allem ist, ist sehr selten. Eine solche erhabene Seele ist sehr selten. • Am Ende vieler Leben – Die Weisheit, die zum Gottesbewusstsein führt, wird nach vielen Geburtenzyklen und langer geistiger Entwicklung erlangt. • Derjenige, der Wissen hat – Der Weise, der Wissen und Verständnis über Gott entwickelt hat, erreicht vollständige Erleuchtung und wendet sich Gott zu. • Wendet sich Mir zu – Nach vielen Leben wendet sich der Mensch, der das Wesen Gottes verstanden hat, Krishna zu und erkennt Ihn als die höchste Realität an. • Das Göttliche ist alles – Dieser Mensch versteht, dass das Göttliche alles ist, was existiert. Das gesamte Universum und alles Sein ist ein Ausdruck des Göttlichen Bewusstseins, und Gott ist in allen Dingen präsent. • Erhabener Mensch, äußerst selten – Ein Mensch, der dieses Verständnis erreicht, ist erhaben und sehr selten. Nur wenige können ein so hohes geistiges Verständnis erreichen, das es ihnen ermöglicht, Gott in allem zu sehen.

7-20

Diejenigen, deren Verstand von materiellen Wünschen fortgetragen wurde, ergeben sich verschiedenen Göttern und befolgen bestimmte Regeln und Rituale gemäß ihrer Natur.

Erklärung: In diesem Vers erklärt Krishna, dass es Menschen gibt, deren geistiges Wissen von materiellen Wünschen und Begierden verdeckt ist und die daher andere Gottheiten suchen und verehren, in der Hoffnung, ihre Wünsche zu erfüllen. Diese Menschen folgen verschiedenen Ritualen und Regeln gemäß ihrer Natur, weil ihr Verstand von materiellen Wünschen fortgetragen wurde. Solche Menschen folgen verschiedenen Ritualen und Regeln, geleitet von ihrer persönlichen Natur und ihren Wünschen.

7-21

Ich als Höchste Seele wohne im Herzen eines jeden. Sobald jemand einen der Götter verehren möchte, stärke Ich seinen Glauben, damit er sich dieser bestimmten Gottheit hingeben kann.

Erklärung: In diesem Vers erklärt Krishna, dass, obwohl verschiedene Menschen beschließen, verschiedene Gottheiten oder Formen zu verehren, Er es ist, der ihnen einen festen Glauben an diese gewählten Formen verleiht. Das Göttliche stärkt den Glauben und den Verehrungsprozess des Menschen, auch wenn er sich an eine andere Gottheit oder Form richtet.

7-22

Zufrieden mit solchem Glauben ist er bestrebt, eine bestimmte Gottheit zu verehren und seine Wünsche zu erfüllen. Aber in Wirklichkeit werden diese Gaben nur von Mir gewährt.

Erklärung: In diesem Vers erklärt Krishna, dass Menschen, die andere Gottheiten mit unerschütterlichem Glauben verehren, letztendlich ihre Wünsche oder Ergebnisse erhalten, aber diese Wünsche und Gaben tatsächlich von Gott (Krishna) gewährt werden. Krishna erklärt, dass, obwohl Menschen verschiedene Gottheiten verehren können, alle Wünsche aufgrund der göttlichen Kraft erfüllt werden.

7-23

Menschen mit geringem Verstand verehren die Götter, und ihre Früchte sind begrenzt und vergänglich. Diejenigen, die die Götter verehren, gehen zu den Planeten der Götter, aber Meine Geweihten erreichen letztendlich Meine höchste Wohnstätte.

Erklärung: In diesem Vers erklärt Krishna, dass diejenigen, die andere Gottheiten mit materiellen Wünschen verehren, vergängliche Früchte erhalten. Das spirituelle Verständnis dieser Menschen ist begrenzt, da sie nur nach vorübergehenden Vorteilen suchen. Diejenigen, die Gottheiten verehren, gehen zu den Planeten der Gottheiten, aber Krishnas Verehrer erreichen Seine höchste Wohnstätte. Im Gegensatz dazu gelangen diejenigen, die Krishna mit wahrer Hingabe verehren, zu Ihm und erlangen ewige Befreiung. • Vergängliche Früchte – Die Früchte oder Ergebnisse, die Menschen durch die Verehrung anderer Gottheiten erlangen, sind vorübergehend. Sie sind mit der materiellen Welt verbunden und enden daher mit den vergänglichen Dingen dieser Welt. • Diejenigen, deren Verstand begrenzt ist – Menschen, die nur nach materiellen Vorteilen suchen, sind in ihrem spirituellen Verständnis begrenzt. Sie verstehen nicht, dass das wahre Ziel die ewige Befreiung und Einheit mit Gott ist und nicht nur materielle Wünsche. • Diejenigen, die Gottheiten verehren, gehen zu den Gottheiten – Diejenigen, die andere Gottheiten verehren, erreichen nur die Ebene der Gottheiten, die auf die materielle Welt beschränkt ist. • Meine Geweihten gelangen zu Mir – Diejenigen, die Krishna mit wahrer Hingabe verehren, erlangen ewige Einheit mit Ihm und erlangen ewige Befreiung. Dies ist das höchste spirituelle Ziel. Dieser Vers betont, dass materielle Wünsche nur vorübergehende Ergebnisse liefern, die auf diese Welt beschränkt sind, während die Verehrung Gottes mit wahrer Hingabe zu ewiger Befreiung und Einheit mit dem Göttlichen führt.

7-24

Unwissende Menschen, die Mich nicht kennen, denken, dass Ich, die Höchste Persönlichkeit Gottes, Krishna, zuvor formlos war und nun diese Form angenommen habe. Aufgrund ihrer Unwissenheit kennen sie Meine höchste Natur nicht, die unzerstörbar und unübertroffen ist.

Erklärung: Dieser Vers lehrt, dass das wahre Wesen Gottes unveränderlich ist und über materiellen Formen steht. Menschen, denen es an spirituellem Verständnis mangelt, beschränken Gott auf eine sichtbare Form, aber um wahres spirituelles Verständnis zu erlangen, muss man verstehen, dass Gott ewig ist und über allen sichtbaren Erscheinungen der Welt steht.

7-25

Ich offenbare Mich niemals Narren und Unwissenden. Für sie bleibe Ich durch Meine innere Kraft verborgen, und deshalb wissen sie nicht, dass Ich ungeboren und unzerstörbar bin.

Erklärung: Dieser Vers lehrt, dass die göttliche Wahrheit nicht für alle Menschen sichtbar oder verständlich ist, da ihr Geist durch materielle Illusion verdunkelt wird. Um Gott zu verstehen, ist es notwendig, die materielle Wahrnehmung zu überwinden und die göttliche Natur zu verstehen, die ewig und unendlich ist.

7-26

O Arjuna, als die Höchste Persönlichkeit Gottes weiß Ich alles, was in der Vergangenheit geschehen ist, alles, was in der Gegenwart geschieht, und alles, was noch geschehen wird. Ich kenne auch alle Lebewesen, aber niemand kennt Mich. Man kann Ihn nur durch reinen hingebungsvollen Dienst vollständig kennenlernen.

Erklärung: Dieser Vers lehrt, dass Gottes Wissen unendlich ist und alle Wesen zu allen Zeiten umfasst, aber das menschliche Verständnis ist begrenzt. Obwohl wir das Göttliche suchen können, ist unsere Fähigkeit, Gottes ewige Natur zu verstehen, durch unsere eigenen Wahrnehmungs- und Erfahrungsgrenzen begrenzt. Dies weist auf die Notwendigkeit hin, Gottes höchste Natur anzuerkennen und auf Ihn zu vertrauen.

7-27

O Nachkomme Bharatas, o Bezwinger der Feinde, alle Lebewesen werden in Täuschung hineingeboren, verwirrt durch die Dualitäten, die durch Wunsch und Abneigung entstehen.

Erklärung: In diesem Vers erklärt Krishna, dass alle Lebewesen, wenn sie in die Welt kommen, getäuscht und durch die Illusion verdunkelt werden, die aus den Gegensätzen von Wünschen und Hass entsteht. Diese Dualität führt dazu, dass die Menschen sich verirren und die wahre Realität nicht sehen können. Wünsche und Hass sind die Hauptfaktoren, die Illusionen erzeugen und die Menschen vom spirituellen Verständnis abhalten. Diese Dualitäten sind mit der materiellen Welt und dem Egoismus verbunden.

7-28

Menschen, die in diesem und in früheren Leben fromm gehandelt haben, deren sündige Handlungen vollständig ausgelöscht sind und die sich von den Täuschungen der Dualitäten befreit haben, dienen Mir mit Entschlossenheit.

Erklärung: In diesem Vers weist Krishna darauf hin, dass diejenigen Menschen, deren Sünden vernichtet sind und die ein tugendhaftes Leben führen, von der Illusion befreit werden, die aus der Dualität (Wünschen und Hass) entsteht. Solche Menschen sind in der Lage, sich dem Göttlichen mit fester Entschlossenheit und Glauben zuzuwenden.

7-29

Vernünftige Personen, die sich von Alter und Tod befreien wollen, suchen Zuflucht bei Mir und dienen Mir mit Hingabe. Sie sind in der Tat vollständig zum transzendentalen Zustand gelangt, weil sie alles über transzendentale Handlungen wissen. Sie werden tatsächlich zum göttlichen Bewusstsein, weil sie alles über transzendentale Handlungen wissen.

Erklärung: In diesem Vers erklärt Krishna, dass diejenigen, die sich vom Kreislauf von Alter und Tod befreien wollen, sich Gott zuwenden. Solche Menschen erreichen ein vollständiges Verständnis des göttlichen Bewusstseins (des göttlichen Wesens), der Seele und der Vollständigkeit der Handlung bzw. der Auswirkungen des Handelns.

7-30

Diejenigen, die Mich vollständig als den Höchsten Herrn erkennen und wissen, dass Ich das beherrschende Prinzip der materiellen Manifestation, der Götter und aller Opfermethoden bin, können Mich, die Höchste Persönlichkeit Gottes, sogar im Augenblick des Todes verstehen und erkennen. Dieses Verständnis ermöglicht es dem Menschen, sich an Krishna zu erinnern und so die spirituelle Welt zu erreichen.

Erklärung: Dieser Vers lehrt, dass Menschen, die die göttliche Natur tief verstehen und in der Lage sind, auch im Augenblick des Todes einen konzentrierten Geist zu bewahren, sich Gottes bewusst werden und die Befreiung vom Kreislauf von Geburt und Tod erreichen können. Eine spirituelle Praxis, die auf dem Bewusstsein Gottes in allen Aspekten der Existenz beruht, führt zu ewiger Erleuchtung und Befreiung. Dieses Verständnis hilft, auch im Augenblick des Todes, der der wichtigste Moment im Leben eines Menschen ist, Frieden und spirituellen Fokus zu bewahren.

-1-   -2-   -3-   -4-   -5-   -6-   -7-   -8-   -9-   -10-   -11-   -12-   -13-   -14-   -15-   -16-   -17-   -18-