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9-1

Der Höchste Herr sprach: Mein lieber Arjuna, da du nicht neidisch bist, werde Ich dir dieses geheimnisvollste Wissen und seine Anwendung offenbaren. Wenn du es kennst, wirst du von den Leiden in der materiellen Welt befreit sein.

Erklärung: In diesem Vers beginnt Krishna, Arjuna die geheimste spirituelle Lehre zu lehren, die die höchste Form des spirituellen Wissens und der Selbsterkenntnis ist. Krishna sagt, dass er sie Arjuna offenbart, weil Arjuna nicht neidisch ist, was auf Arjunas reines Herz und seine Bereitschaft, dieses Wissen anzunehmen, hindeutet. Dieses Wissen und seine Anwendung werden es Arjuna ermöglichen, sich von den Leiden der materiellen Existenz zu befreien, und Arjuna möchte nun das geheimnisvollste Wissen und seine Anwendung erfahren, um sich von den Leiden in der materiellen Welt zu befreien.

9-2

Dieses Wissen ist der König des Wissens, das Geheimnis aller Geheimnisse. Es ist das reinste Wissen, und da es eine direkte Erfahrung der Selbsterkenntnis gibt, ist es vollständiges Wissen. Es ist ewig, und seine Aneignung bereitet Freude.

Erklärung: In diesem Vers gibt Krishna eine detaillierte Beschreibung des höchsten spirituellen Wissens, das er Arjuna offenbart. Dieses Wissen ist besonders und zeichnet sich durch mehrere einzigartige Eigenschaften aus.

9-3

Diejenigen, die sich diesem Dienst nicht mit Hingabe widmen, oh Überwinder der Feinde, können Mich nicht erreichen. Deshalb kehren sie auf dem Weg von Geburt und Tod in diese materielle Welt zurück.

Erklärung: In diesem Vers weist Krishna darauf hin, dass Menschen, die keinen Glauben an Seine Lehre haben, dazu bestimmt sind, in den Kreislauf von Geburt und Tod zurückzukehren. Dies unterstreicht die Wichtigkeit von Glauben und Hingabe auf dem Weg zur spirituellen Befreiung. Krishna spricht Arjuna als Überwinder der Feinde an und weist darauf hin, dass selbst spirituelle Feinde – Unglaube und Zweifel – überwunden werden müssen, um das göttliche Bewusstsein zu erreichen.

9-4

Dieses ganze Universum wird von Mir in Meiner unmanifestierten Form durchdrungen. Alle Wesen sind in Mir, aber Ich bin nicht in ihnen.

Erklärung: In diesem Vers erklärt Krishna Seine göttliche Gegenwart im gesamten Universum und Seine Beziehung zu den Lebewesen. Obwohl das Universum von göttlicher Energie durchdrungen ist, ist Krishna nicht auf einzelne Wesen beschränkt oder an sie gebunden. Er transzendiert die materielle Welt und bleibt unmanifestiert, aber gleichzeitig existieren alle Wesen in Ihm, aber Er ist nicht in ihnen.

9-5

Und doch ruht alles Erschaffene nicht in Mir. Siehe Meine transzendentale Herrlichkeit! Obwohl Ich alle Lebewesen erhalte und überall bin, bin Ich kein Teil dieser kosmischen Manifestation, denn Ich selbst bin der Ursprung der Schöpfung.

Erklärung: Dieser Vers lehrt, dass Gott allgegenwärtig, aber frei von materiellen Bindungen ist. Wenn man dieses göttliche Paradoxon versteht, kann man sich von weltlicher Anhänglichkeit befreien und nach spiritueller Einheit mit dem Göttlichen streben. Er lädt dazu ein, Gottes Gegenwart überall zu verstehen und sich gleichzeitig bewusst zu sein, dass Er jenseits aller materiellen Beschränkungen steht, da Er alle Lebewesen erhält und überall ist, aber gleichzeitig nicht Teil dieser kosmischen Manifestation ist, da Er der Ursprung der Schöpfung ist.

9-6

Wie der starke Wind, der sich immer im Himmel befindet, überall weht, so wisse, dass alle erschaffenen Wesen in Mir ruhen.

Erklärung: In diesem Vers verwendet Krishna ein Beispiel, um Arjuna zu helfen zu verstehen, wie alle Lebewesen in Ihm existieren, ähnlich wie der Wind im Raum existiert und sich gleichzeitig frei bewegt. Es weist auf Krishnas allgegenwärtige Natur und Seine Fähigkeit hin, das Universum zu erhalten, während Er Seine Unabhängigkeit davon bewahrt, und dieses Beispiel hilft, Krishnas allgegenwärtige Natur und Seine Fähigkeit zu verstehen, das Universum zu erhalten, während Er Seine Unabhängigkeit davon bewahrt.

9-7

O Sohn der Kuntī, am Ende des Zeitalters gehen alle materiellen Manifestationen in Meine Natur ein, und zu Beginn eines anderen Zeitalters erschaffe Ich sie durch Meine Kraft aufs Neue.

Erklärung: In diesem Vers beschreibt Krishna den kosmischen Zyklus, in dem die gesamte materielle Welt und alle Lebewesen existieren und vergehen. Er erklärt, dass am Ende des kosmischen Zyklus (am Ende einer langen Zeitspanne) alle Wesen in Seine Natur zurückkehren und zu Beginn eines neuen kosmischen Zyklus Er sie wieder manifestiert.

9-8

Die gesamte kosmische Ordnung ist Mir unterworfen. Nach Meinem Willen manifestiert sie sich immer wieder von selbst, und nach Meinem Willen wird sie am Ende vernichtet.

Erklärung: In diesem Vers erklärt Krishna weiter, wie Er das Universum und alle Lebewesen, die der materiellen Natur unterworfen sind, immer wieder erschafft. Dieser Prozess ist zyklisch, und die Wesen befinden sich in der Gewalt der Natur.

9-9

O Dhananjaya, all diese Werke binden Mich nicht. Ich bin immer gleichsam unbeteiligt, transzendental zu diesen materiellen Aktivitäten.

Erklärung: In diesem Vers erklärt Krishna, dass Er, obwohl Er der Schöpfer und Erhalter des Universums ist, ungebunden und frei von diesen Aktivitäten bleibt. Er steht über allen materiellen Aktivitäten und deren Folgen und bewahrt Seine göttliche Unabhängigkeit und Seinen Frieden. Krishna spricht Arjuna als Dhananjaya an ("Bezwinger des Reichtums") und erinnert ihn daran, dass wahrer Reichtum spirituelle Befreiung und nicht materielle Anhaftung ist.

9-10

Diese materielle Natur, die eine Meiner Energien ist, wirkt unter Meiner Leitung, o Sohn der Kuntī, und erschafft alle beweglichen und unbeweglichen Wesen. Gemäß ihren Gesetzen wird diese Manifestation immer wieder erschaffen und vernichtet.

Erklärung: Dieser Vers lehrt, dass die zyklische Entwicklung des Universums unter Gottes Führung stattfindet. Alles, was geschieht, hängt mit der göttlichen Aufsicht zusammen. Genau diese göttliche Aufsicht ist der Grund dafür, dass sich das Universum ständig verändert und weiterentwickelt. Der Mensch muss sich bewusst machen, dass das Wirken der materiellen Natur Teil des göttlichen Plans ist und die Menschen Teil dieses Plans sind. Wenn man dies versteht, kann man die göttliche Ordnung annehmen und nach Einheit mit dem Göttlichen streben, dass die materielle Natur eine von Gottes Energien ist und unter Seiner Leitung wirkt. Krishna spricht Arjuna als Sohn der Kuntī an, um auf Arjunas Verbindung zum Erbe der Weisheit und des Adels hinzuweisen. Diese Anrede ermutigt Arjuna auch, Krishnas göttliche Rolle in der Verwaltung des Universums zu verstehen.

9-11

Toren verspotten Mich, wenn Ich in menschlicher Gestalt herabkomme. Sie kennen Meine transzendentale Natur als den Höchsten Herrn von allem, was existiert, nicht.

Erklärung: In diesem Vers weist Krishna darauf hin, dass Menschen, denen das Verständnis Seiner göttlichen Natur fehlt, Ihn nicht als Gott anerkennen, wenn Er in der materiellen Welt in menschlicher Gestalt erscheint. Diese Menschen sind nicht in der Lage, Sein höchstes Wesen und Seine göttliche transzendentale Natur zu erkennen.

9-12

Diejenigen, die sich so irren, hängen dämonischen und atheistischen Ansichten an. In diesem verblendeten Zustand scheitern ihre Hoffnungen auf Befreiung, ihre fruchtbringenden Aktivitäten und ihr erworbenes Wissen.

Erklärung: Dieser Vers lehrt, dass Menschen, die von materiellen Wünschen geleitet werden, keine spirituelle Vollkommenheit erreichen können. Um Illusionen zu vermeiden, muss man ein Verständnis für das Göttliche entwickeln und die dämonische Natur meiden, die auf Egoismus und Materialismus beruht. Diejenigen, die der materiellen Illusion folgen und die göttliche Wahrheit nicht verstehen, sind in ihren vergeblichen Aktivitäten und Wünschen gefangen, und die Hoffnungen solcher Menschen auf Befreiung, ihre fruchtbringenden Aktivitäten und ihr erworbenes Wissen werden scheitern. Solche Menschen stehen unter dem Einfluss der dämonischen Natur und können kein spirituelles Verständnis erlangen.

9-13

O Pārtha, diejenigen, die nicht irregeführt sind, die großen Seelen, befinden sich im Schutz der göttlichen Natur. Sie widmen sich vollständig dem Dienst, weil sie Mich als die Höchste Persönlichkeit Gottes, den ursprünglichen und unvergänglichen, kennen.

Erklärung: In diesem Vers erklärt Krishna, wie die großen Seelen handeln - diejenigen, die die göttliche Natur erkannt haben und sich Gott mit völligem Vertrauen und dem Wunsch, Ihm zu dienen, zugewandt haben. Diese Menschen verstehen, dass Krishna der Schöpfer aller Wesen und der unveränderliche Herr ist.

9-14

Immer Meine Herrlichkeit preisend, unaufhörlich und mit großem Eifer strebend, sich vor Mir verneigend, verehren diese erhabenen Seelen Mich beständig in Liebe.

Erklärung: In diesem Vers beschreibt Krishna die Handlungen und die Haltung derjenigen, die sich vollständig dem göttlichen Dienst widmen, und diese erhabenen Seelen ehren Gott beständig mit Liebe und Hingabe. Diese Menschen sind der Verherrlichung und Anbetung Gottes ständig ergeben und tun dies mit unerschütterlicher Entschlossenheit und tiefer Hingabe.

9-15

Andere, die sich der Opferung widmen, indem sie Wissen entwickeln, verehren den Höchsten Herrn als den Einen ohne einen Zweiten, als den in Vielfalt Ausgedrückten und als die kosmische Gestalt.

Erklärung: In diesem Vers beschreibt Krishna verschiedene Ansätze, wie Menschen das Göttliche verehren, und diese Ansätze spiegeln unterschiedliche Verständnisebenen und Grade der spirituellen Entwicklung wider. Diese Ansätze sind verschieden, führen aber alle zur selben göttlichen Quelle. Einige verehren Gott als ein einziges Wesen, andere sehen Vielfalt und wieder andere verstehen Gott als das allumfassende Antlitz des Universums. • Opferung mit Wissen – Das Wissensopfer bedeutet, dass Menschen ihre materiellen Bindungen opfern und Wissen über das Göttliche suchen. Diejenigen, die diesen Weg praktizieren, widmen sich der Erkenntnis Gottes durch Weisheit und Verständnis. • Andere verehren Mich – Krishna deutet an, dass Menschen Ihn auf verschiedene Weise verehren. Unabhängig davon, welche Form der Anbetung sie wählen, führt alles zu Ihm. • Als den Einen – Einige Menschen verstehen das Göttliche als eine einheitliche Kraft, die die Grundlage aller Existenz bildet. Sie betrachten Gott als ein unteilbares Wesen. • Als den Vielfältigen – Andere nehmen das Göttliche in seiner Vielfalt wahr. Sie sehen Gott als verschiedene Formen und Aspekte, die sich in unterschiedlichen Gestalten, Gottheiten oder Prinzipien manifestieren. • Als das Antlitz des Universums – Einige verehren Gott als die allumfassende Kraft, die im gesamten Universum präsent ist. Sie sehen Gott im Wesen jeder Schöpfung und jedes Wesens. Dieser Vers zeigt, dass Krishna alle Arten der Anbetung annimmt, unabhängig davon, ob sie auf dem Prinzip der Einheit, der Vielfalt oder der kosmischen Sichtweise beruhen. Er unterstreicht Krishnas allumfassende Natur und seine Fähigkeit, verschiedene Glaubensrichtungen und spirituelle Ansätze zu umfassen.

9-16

Doch das Ritual bin Ich, das Opfer bin Ich, die Gabe an die Ahnen bin Ich, das Heilkraut bin Ich, das transzendentale Lied bin Ich. Auch die Butter bin Ich, und das Feuer bin Ich, und die Opfergabe bin Ich.

Erklärung: In diesem Vers betont Krishna seine Allgegenwart und Einheit mit allen Opfern und Ritualen, die durchgeführt werden. Er zeigt, dass Er das Wesen jeder Opferung und spirituellen Handlung ist und in jedem ihrer Aspekte präsent ist, dass Er alles ist: das Ritual, das Opfer, die Opfergabe usw.

9-17

Ich bin der Vater dieses Universums, die Mutter, der Erhalter und der Urvater. Ich bin das Ziel des Wissens, der Reiniger und die Silbe Om. Auch der Rigveda, der Samaveda und der Yajurveda bin Ich.

Erklärung: In diesem Vers betont Krishna seine Allgegenwart und allumfassende Natur. Er erklärt, dass Er die Grundlage und das Grundprinzip aller Schöpfung ist, das hinter allem Wissen, allen Segnungen und rituellen Praktiken steht.

9-18

Ich bin das Ziel, der Erhalter, der Herr, der Zeuge, die Wohnstätte, die Zuflucht und der liebste Freund. Ich bin Schöpfung und Zerstörung, die Grundlage von allem, der Ort des Friedens und der ewige Same.

Erklärung: In diesem Vers weist Krishna auf seine vielseitige und allgegenwärtige Natur hin, indem er beschreibt, wie Er die Quelle, der Erhalter, der Zeuge und das Ziel aller Dinge und der Existenz ist. Er zeigt seine vollkommene Überlegenheit und allumfassende Präsenz.

9-19

O Arjuna, Ich gebe die Hitze, Ich halte den Regen zurück und sende ihn. Ich bin die Unsterblichkeit, und Ich bin der personifizierte Tod. Sowohl das Sein als auch das Nichtsein sind in Mir.

Erklärung: In diesem Vers erklärt Krishna, dass Er für alle Zyklen der Natur und der Existenz verantwortlich ist und dass Er sowohl das Sein als auch das Nichtsein ist und alles in Ihm enthalten ist. Er ist sowohl im Schöpfungs- als auch im Zerstörungsprozess präsent, und Seine Natur umfasst alles – von der physischen Welt bis hin zur Unsterblichkeit und zum Tod.

9-20

Diejenigen, die die Veden studieren und den göttlichen Trank trinken, während sie nach den Planeten der Himmelswesen streben, verehren Mich indirekt. Von sündigen Folgen gereinigt, werden sie auf dem frommen Planeten geboren, wo sie göttliche Freuden genießen.

Erklärung: In diesem Vers erklärt Krishna, dass Menschen, die die drei Veden erlernt und Rituale und Opfergaben vollziehen, um das Himmelsreich zu erlangen, im Himmel belohnt werden und göttliche Freuden genießen und sie Gott indirekt verehren. Diese Menschen suchen jedoch nur vorübergehende Vorteile im Himmelreich, das ein zeitlicher Genuss und keine ewige Befreiung ist.

9-21

So haben sie die ausgedehnten himmlischen Sinnesfreuden genossen und die Früchte ihrer frommen Handlungen erschöpft, kehren sie auf diesen Planeten der Sterblichen zurück. Diejenigen, die Sinnesbefriedigung suchen, indem sie den Prinzipien der drei Veden folgen, erreichen nur eine wiederholte Geburt und Tod.

Erklärung: In diesem Vers erklärt Krishna, dass diejenigen, die den vedischen Ritualen folgen und Opfergaben darbringen, um die himmlische Welt zu erreichen, die Freuden des Himmels genießen, aber diese Freuden sind vergänglich. Wenn ihre Verdienste aufgebraucht sind, kehren sie in die sterbliche Welt zurück und nehmen wieder am Kreislauf von Geburt und Tod teil.

9-22

Doch denen, die Mich immer mit ungeteilter Hingabe verehren und über Meine transzendentale Gestalt nachdenken – denen bringe Ich das, was fehlt, und bewahre das, was sie haben.

Erklärung: In diesem Vers betont Krishna sein Versprechen an diejenigen, die Ihm mit ungeteiltem Geist und völliger Hingabe dienen, dass Er sich um ihre Bedürfnisse kümmert und sowohl für ihr spirituelles als auch für ihr materielles Wohlergehen sorgt. Er deutet an, dass er sich um ihre Bedürfnisse kümmert und sowohl für ihr spirituelles als auch für ihr materielles Wohlergehen sorgt.

9-23

Diejenigen, die mit Glauben anderen Göttern dienen, o Sohn der Kunti, verehren in Wahrheit Mich, aber sie tun es auf falsche Weise.

Erklärung: Dieser Vers lehrt, dass, obwohl Menschen verschiedene Gottheiten mit Glauben verehren können, der vollkommenste Weg die direkte Verehrung der göttlichen Quelle – Krishna – ist, und diese Verehrung ist nicht korrekt, da sie nicht direkt an den Höchsten Herrn gerichtet ist. Auch wenn alle Götter Teil von Krishnas Manifestationen sind, führt die direkte Hingabe an Ihn zu vollen Segnungen und spiritueller Befreiung. Ihre Anbetung ist jedoch nicht vollständig, da sie nicht auf die richtige Weise erfolgt, indem sie sich direkt an Krishna als den höchsten Gott wendet.

9-24

Ich bin der Genießer aller Opfergaben und der Herr, aber diejenigen, die Mich in Wahrheit nicht erkennen, gehen vom Weg ab.

Erklärung: In diesem Vers erklärt Krishna, dass Er der endgültige Empfänger und Genießer aller Opfergaben und Rituale ist, aber die Menschen erkennen dies nicht. Infolgedessen weichen sie vom wahren spirituellen Weg ab, weil sie nicht verstehen, dass alle ihre Handlungen auf die göttliche Quelle gerichtet sind – Krishna.

9-25

Diejenigen, die die Götter verehren, werden unter den Göttern geboren werden; diejenigen, die die Vorfahren verehren, werden zu den Vorfahren gelangen; diejenigen, die die Gespenster und Geister verehren, werden unter diesen Wesen geboren werden; und diejenigen, die Mich verehren, werden mit Mir leben.

Erklärung: In diesem Vers erklärt Krishna, dass ein Mensch das Ziel erreicht, nach dem er strebt und das er verehrt, dass diejenigen, die verschiedene Wesen verehren, das Niveau dieser Wesen erreichen, aber diejenigen, die Krishna verehren, seine ewige Wohnstätte erreichen. Verschiedene Objekte der Verehrung führen zu verschiedenen Zielen, und je nachdem, was ein Mensch verehrt, erreicht er auch den entsprechenden Ort oder das entsprechende Wesen.

9-26

Wenn mir jemand ein Blatt, eine Blume, eine Frucht oder Wasser in Hingabe darbringt, nehme Ich diese Gabe von demjenigen an, dessen Herz rein ist.

Erklärung: In diesem Vers erklärt Krishna, dass selbst die einfachste Gabe, wenn sie mit Hingabe und reinem Herzen dargebracht wird, mit Freude angenommen wird. Dieser Gedanke unterstreicht, dass das Göttliche keine teuren oder komplizierten Opfergaben verlangt, sondern wahre Hingabe und Liebe. Dieser Gedanke ermutigt dazu, selbstlosen Dienst und Vertrauen in Gott zu praktizieren, anstatt sich auf materielle Werte zu konzentrieren, und weist darauf hin, dass für Gott nicht der materielle Wert der Gabe wichtig ist, sondern die Liebe und Hingabe, mit der sie gegeben wird.

9-27

Oh, Sohn der Kuntī, was auch immer du tust, was auch immer du isst, was auch immer du opferst oder gibst, welche Entbehrungen du auch auf dich nimmst – tu dies alles als Weihe an Mich.

Erklärung: In diesem Vers weist Krishna darauf hin, dass alle Handlungen eines Menschen – ob alltäglich oder heilig – zu Ehren Gottes ausgeführt werden sollten. Das bedeutet, dass das ganze Leben eines Menschen zu einer spirituellen Praxis werden kann, wenn er es mit der Absicht tut, seine Handlungen dem Göttlichen zu weihen.

9-28

Auf diese Weise wirst du dich von den Fesseln der Handlung und ihren guten und schlechten Früchten befreien. Mit diesem Prinzip der Entsagung im Sinn wirst du befreit werden und zu Mir gelangen.

Erklärung: In diesem Vers lehrt Krishna, wie sich ein Mensch von den Fesseln der Handlung befreien kann, die ihn sowohl an die günstigen als auch an die ungünstigen Folgen von Handlungen binden. Die Befreiung erfolgt durch die Abkehr von egoistischen Wünschen und durch spirituelle Disziplin (Einheit mit dem Göttlichen). Wenn der Geist eines Menschen mit Gott eins wird, erreicht er spirituelle Freiheit und göttliches Bewusstsein.

9-29

Ich bin allen Wesen gegenüber gleich; ich habe weder Abneigung gegen jemanden noch eine besondere Zuneigung zu jemandem. Aber diejenigen, die Mich in Hingabe verehren, sind in Mir, und Ich bin in ihnen.

Erklärung: Dieser Vers lehrt, dass, obwohl Gott allen gegenüber gleich ist, wahre Hingabe und Verehrung eine besondere Verbindung zum Göttlichen schaffen, dass diejenigen, die Gott in Hingabe verehren, in Ihm sind und Er in ihnen ist. Diejenigen, die mit dem Herzen verehren, können Gottes Gegenwart in ihrem Leben spüren und die Einheit mit Ihm erfahren. Hingabe ist der Schlüssel zur spirituellen Einheit mit Krishna.

9-30

Selbst wenn jemand die größten Sünden begeht, aber sich im hingebungsvollen Dienst engagiert, sollte er als heilig angesehen werden, weil er entschlossen ist, den richtigen Weg zu gehen.

Erklärung: Dieser Vers lehrt, dass keine Vergangenheit die spirituelle Entwicklung eines Menschen behindern kann, wenn er sich entschließt, Gott mit völliger Hingabe zu folgen, dass selbst der größte Sünder heilig werden kann, wenn er sich Gott wirklich hingibt. Ein Mensch kann sich von seinen Fehlern befreien und eine rechtschaffene Person werden, wenn sein Herz Gott wirklich gewidmet ist. Hingabe und Herzensreinheit sind der Schlüssel zur spirituellen Befreiung.

9-31

Er wird schnell rechtschaffen und erlangt dauerhaften Frieden. Oh, Sohn der Kuntī, verkünde getrost, dass Mein Bhakta niemals zugrunde geht.

Erklärung: In diesem Vers betont Krishna, dass selbst diejenigen, die in der Vergangenheit Fehler gemacht oder schlecht gehandelt haben, wenn sie sich mit völliger Hingabe Gott widmen, schnell rechtschaffen werden und ewigen Frieden erlangen. Der Verehrer oder Gläubige, der zum göttlichen Weg zurückkehrt, wird von seinen Fehlern befreit und erlangt göttlichen Segen. Krishna versichert, dass sein Verehrer niemals verloren geht oder zugrunde geht, weil er beschützt und geführt wird.

9-32

Oh, Pārtha, diejenigen, die bei Mir Zuflucht suchen, gleich welcher Herkunft sie sind – Frauen, Kaufleute, Arbeiter oder sogar diejenigen, die in sündhaften Familien geboren wurden –, können das höchste Ziel erreichen.

Erklärung: In diesem Vers erklärt Krishna, dass göttliche Gnade jedem zugänglich ist, unabhängig von seiner Geburt oder seinem sozialen Status, dass selbst diejenigen, die traditionell als weniger privilegierte Gruppen der Gesellschaft gelten, das höchste spirituelle Ziel erreichen können, wenn sie bei Krishna Zuflucht suchen. Kaste, Geschlecht oder soziale Rolle beschränken nicht die Möglichkeiten, das spirituelle Ziel zu erreichen, wenn sich ein Mensch in Hingabe an Krishna wendet. Krishna spricht Arjuna als Pārtha an, um zu betonen, dass ein Verehrer Gottes aus jeder Gesellschaftsschicht stammen kann und dass alle auf dem spirituellen Weg gleich sind.

9-33

Wie viel großartiger sind dann die Rechtschaffenen, die Priester, die Gläubigen und die heiligen Herrscher, die Mir in dieser vergänglichen, leidvollen Welt mit Liebe und Hingabe dienen.

Erklärung: In diesem Vers betont Krishna, dass selbst Geistliche und königliche Weise (heilige Herrscher), die in der Gesellschaft hoch angesehen und spirituell entwickelt sind, aufgefordert sind, sich der Verehrung Gottes zu widmen, dass, wenn schon solche hochstehenden Personen bei Gott Zuflucht suchen, wie viel mehr sollten dies dann gewöhnliche Menschen tun, die in dieser kurzlebigen und leidvollen Welt leben. Wenn solche Menschen, die als heilig und weise gelten, Gott verehren, dann kann und sollte es auch jeder andere tun, insbesondere angesichts des vergänglichen und leidvollen Charakters der Welt.

9-34

Denke immer an Mich, werde Mein Bhakta, verehre Mich und verbeuge dich vor Mir. Wenn du dich ganz auf Mich konzentrierst, wirst du gewiss zu Mir kommen.

Erklärung: In diesem Vers erklärt Krishna, wie ein Mensch Ihn erreichen und eins mit dem Göttlichen werden kann. Dieser Vers enthüllt vier wichtige Praktiken, die es einem Menschen ermöglichen, in die Nähe Gottes zu gelangen und spirituelle Befreiung zu erlangen. • Denke immer an Mich – Krishna fordert den Menschen auf, sich immer geistig auf Ihn auszurichten. Das bedeutet ständige Kontemplation und Konzentration der Gedanken auf das Göttliche. • Werde Mein Bhakta – Der Mensch sollte ein Verehrer Krishnas sein – mit aufrichtiger Liebe und Hingabe. Ein Verehrer ist jemand, der lebt, um Gott zu dienen und mit Ihm eins zu sein. • Verehre Mich – Krishna ermutigt die Menschen, Ihn zu verehren, was bedeutet, Rituale, spirituelle Praktiken und Opfergaben an Gott mit Liebe und Respekt darzubringen. Es ist die spirituelle Disziplin der Hingabe – ein Weg, der durch hingebungsvollen Dienst zu spirituellem Wachstum führt. • Verbeuge dich vor Mir – Krishna fordert Arjuna auf, sich vor Ihm zu verbeugen, was Demut und völliges Vertrauen in Gott symbolisiert. Sich vor Gott zu verbeugen ist ein Zeichen dafür, dass der Mensch sein Ego aufgibt und sich ganz Gott darbietet. Dieser spirituelle Weg, der auf Liebe und Hingabe basiert, garantiert, dass der Mensch zu Gott gelangen wird, dass der Mensch, wenn er sich ganz Krishna zuwendet, gewiss zu Ihm kommen wird. • So wirst du zu Mir kommen – Wenn der Mensch diese vier Praktiken ausführt, wird er Gott erreichen und sich mit Ihm vereinen. Dies ist der Weg zum göttlichen Bewusstsein und zur Befreiung von materiellen Bindungen. • Denn Ich bin dein höchstes Ziel – Krishna betont, dass der Mensch das göttliche Bewusstsein gewiss erreichen wird, wenn Gott sein Hauptziel ist.

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